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Kunsthalle Bremen





Merry-Joseph Blondel
Familienportrait
1813





Pieter Claesz
Stilleben
1647





Arnold Böcklin
Der Abenteurer
1882





Heinrich Jakob Fried
Die blaue Grotte von Capri
1835




Die Kunsthalle Bremen zu Gast in Bonn
Meisterwerke aus sechs Jahrhunderten
10. Oktober 1997 bis 11. Januar 1998 in Bonn







Ausstellungsplan




Mit den größten Schätzen aus der Gemäldegalerie und dem Kupferstichkabinett stellt sich die Kunsthalle Bremen in Bonn vor. Die Fülle der Werke erschließt sich auf zwei Wegen: Der nördliche Weg beginnt bei Dürer und führt über die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts in die deutsche Kunst der Romantik, zum deutschen Impressionismus und schließlich zur klassischen Moderne.

Auf dem südlichen Weg beginnt der Besucher bei dem italienischen Renaissancekünstler Masolino, um dann die Malerei des Barock und zuletzt die französische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts zu entdecken. Am Schnittpunkt der beiden Wege eröffnet die Präsentation der Klanginstallation von John Cage und der Medienkunst des Koreaners Nam June Paik Ausblicke auf die jüngsten künstlerischen Tendenzen.

Bedeutendste Schwerpunkte der Sammlung und die Glanzlichter der Bonner Ausstellung sind die großen Säle des französischen und des deutschen Impressionismus. Gegen den Widerstand konservativer Kritiker hatte Gustav Pauli, der erste Direktor der Kunsthalle Bremen (1899 – 1914), diese Sammlung aufgebaut. Als er 1911 das Mohnfeld von Vincent van Gogh erwarb, löste er einen Kunststreit aus, der Künstler und Kenner in ganz Deutschland in zwei Lager spaltete. Neben Hugo von Tschudi in Berlin und Alfred Lichtwark in Hamburg stand Pauli damals als Verteidiger der Moderne in der vordersten Reihe fortschrittlich gesinnter Museumsleute.

Ebenso zukunftsweisend waren Paulis Ankäufe der damals noch völlig verkannten Künstlerin Paula Modersohn-Becker. Ihre Bedeutung als Wegbereiterin der Moderne in Deutschland wird in der Ausstellung durch eine repräsentative Auswahl ihrer Werke veranschaulicht. Auch das Umfeld, in dem Paula Modersohn arbeitete, ist zu sehen; Arbeiten von Mitgliedern der Künstlerkolonie Worpswede, dem idyllischen Moordorf nördlich von Bremen, zeigen ihre Wurzeln und zugleich ihr radikales Anderssein.

Weitere Schwerpunkte der Kunsthalle Bremen bilden die Max-Beckmann-Sammlung, die alle Schaffensperioden des Künstlers mit bedeutenden Werken repräsentiert, und die berühmte Kollektion von Gemälden und Zeichnungen des Franzosen Eugène Delacroix, die größte außerhalb Frankreichs.

Im Zentralkabinett der Kunst- und Ausstellungshalle wird der unendliche Reichtum des Bremer Kupferstichkabinetts in ausgewählten Spitzenstücken wie dem Landschaftsaquarell Trient, von Norden gesehen von Dürer oder Manets Aquarell der Jeanne Duval präsentiert. Weit über 200.000 Blätter zählt diese Sammlung, aber nur selten sind die lichtempfindlichen Schätze zu sehen. Hier kann der Besucher die ganze Entwicklung der Kunstgeschichte von Dürer bis Picasso, von Rembrandt bis Menzel und Toulouse-Lautrec erleben und in der Fülle großer Namen viele neue Entdeckungen machen.


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RealVideo G2
Quicktime Movie:
Version 1: 15 fps (3.1 MB), 59 sec, ohne Ton
Version 2: 6 fps (1.4 MB), 59 sec, ohne Ton

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Ausstellungskurator
Wulf Herzogenrath

Projektleiter
Dorothee Hansen
Kay Heymer

email: Kay Heymer

 

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