
Edouard Manet
Bildnis des Dichters Zacharie Astruc
1866

Masolino da Panicale
Madonna mit Kind
1432
|
 |
Drei Sonderveranstaltungen begleiten die Ausstellung:
Eine kulturpolitische Diskussion in Zusammenarbeit mit Radio Bremen wird
am 23. Oktober 1997 das Spannungsfeld von öffentlicher und privater
Kunstförderung beleuchten. Am 16. Oktober findet im Forum ein Konzertabend
der Preisträger des Internationalen Bremer Klavierwettbewerbes
statt, und im November gibt das renommierte Bremer Tanztheater ein Gastspiel
mit der neuen Choreographie von Urs Dietrich DO RE MI FA SO LATITOD.
Diese Sonderveranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit der Landesvertretung
Bremen organisiert. Ab 10.10. präsentiert die Landesvertretung anläßlich
der Verleihung des Bremer "Kunstpreises der Böttcherstraße"
in Bonn ausgewählte Werke zeitgenössischer Kunst der bisherigen
Preisträger.
Sonderführungen: Reisen zur Kunst
Unter diesem Motto werden dem "nördlichen und südlichen Weg"
der Ausstellung folgend jeweils ca. 30 Minuten kunsthistorische Erläuterungen
zu einigen ausgewählten Kunstwerken angeboten. Die Reisetermine
zu den verschiedenen Kunstlandschaften und Motivschauplätzen entnehmen
Sie bitte einem gesondert erscheinenden Faltblatt, das auch das Workshop-Propgramm
für Kinder, Jugendliche und Erwachsene enthält. Die Eintrittskarte
berechtigt zur Teilnahme.
Die Kunsthalle Bremen
"... hier in diesem Haus / wird mancher sehend für ein ganzes
Leben", schrieb Rainer Maria Rilke in einer Festspielszene, die er
anläßlich der Eröffnung des Erweiterungsbaus der Kunsthalle
Bremen 1902 gedichtet hatte. "Den Sinn für das Schöne zu
verbreiten und auszubilden", dies machte sich der Kunstverein in Bremen
bereits bei seiner Gründung im Jahre 1823 zur wichtigsten Aufgabe.
Durch zahlreiche Stiftungen und Vermächtnisse Bremer Bürger entstand
eine umfangreiche Kunstsammlung, für die der Verein bereits 1849 ein
eigenes Gebäude errichten ließ. Während die meisten anderen
frühen Kunstvereinssammlungen in öffentliche Hände übergingen,
ist der Kunstverein in Bremen noch immer Hausherr in der Kunsthalle, und
die Vereinsmitglieder sind die "Besitzer" der Sammlung. Diese
"hanseatische Bürgerinitiative" hat bis heute nichts von
ihrem ursprünglichen Elan eingebüßt: 1996 sammelte sie sieben
Millionen Mark an privaten Spenden, um die aktuelle Renoverierung des Museums
zu finanzieren. Die Stadt Bremen und die Bundesrepublik Deutschland beteiligten
sich jeweils mit dem gleichen Betrag, so daß im Frühjahr 1998
das traditionsreiche Haus in neuem Glanz erstrahlen wird.

|