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Jeffrey Shaw Place - a user's manual Place ist die technisch aktualisierte Erweiterung des Panoramas zu dreidimensionalen virtuellen Räumen, die der Tradition der gemalten, photographierten und cinematographischen Panoramen folgt. In den Ausstellungsraum wird ein kreisrunder Raum mit einem Durchmesser von 8, 90 Metern gebaut, dessen Wände als Projektionsfläche dienen. Die Besucher können in der Mitte dieser 360-Grad-Leinwand ein Projektionssystem bedienen, das aus drei Videoprojektoren besteht und jeweils einen Teilausschnitt von 120 Grad des Panoramas projiziert. Das Projektionssystem ist auf eine motorgetriebene Plattform installiert; mit einfachen Bedienungselementen können die Besucher die Richtung und die Tiefe der Kamerafahrten kontrollieren, um so in die Landschaft hinein oder aber aus dem Panorama hinaus zu zoomen. Die Projektionslandschaft besteht aus elf Panoramaansichten, die mit einer speziellen Panoramakamera aufgenommen und in einem computergenerierten System zusammengefaßt wurden. Die verschiedenen Panoramen, photographiert in Australien, Japan, La Palma, Frankreich, Bali etc., sind als runde Objekte in einem virtuellen Datenraum dargestellt und können mit Hilfe der Kontrolleinheit einzeln angesteuert und wieder verlassen werden. Die dargestellte Bildgröße entspricht dabei der Höhe der Projektionsfläche, so daß die ursprüngliche Ansicht der Panoramakamera von 360 Grad vollständig rekonstruiert werden kann. An der Kontrolleinheit befindet sich zudem ein Mikrophon, mit dem die Besucher ein Computerprogramm steuern, das dreidimensionale Textfragmente in das Panorama projiziert. Die vorgefertigten Texte beschreiben die Beziehung zwischen Sprache, Landschaft und Ort, um letztendlich die Verbindung zwischen realem Raum und simuliertem Ort zu hinterfragen. Produktion: Zentrum für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Neuen Galerie am Landesmuseum Johanneum, Graz 1995. Biographie Jeffrey Shaw wurde 1944 in Melbourne, Australien, geboren. Er studierte 1963 bis 1965 Architektur an der University of Melbourne, ab 1965 Bildende Kunst an der Accademia di Belle Arti di Brera e Liceo Artistico, Mailand, und an der Saint Martin's School of Art, London. Seit den späten 60er Jahren gilt er als einer der Pioniere der interaktiven und virtuellen Kunst. Seine herausragenden Installationen "Legible City" (1989); and "The Virtual Museum" (1992) wurden weltweit in Museen und auf Festivals gezeigt. Seine Arbeiten bestechen durch innovative Schnittstellenlösungen zwischen Mensch und virtuellen Welten und verbinden künstlerische Ideen mit neuesten Forschungsergebnissen der Medientechnik. Jeffrey Shaw ist Professor an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und Leiter des Instituts für Bildmedien am Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM), Karlsruhe. email: Axel Wirths, Kurator |
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