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Gen-Welten






Referenzsammlung Weizen
Institut für Pflanzengenetik und
Kulturpflanzenforschung, Gatersleben




























 

 

 

 

 

 

 



Kevin Clarke
Portrait of John Cage 1992-96, Tafel 3
Cibachrom auf Sintra, 7-teilig






























Gen-Welten
Prometheus im Labor?


Ein naturwissenschaftliches Ausstellungsprojekt von fünf Institutionen
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim
Museum Mensch und Natur, München
Alimentarium, Vevey / Schweiz

Link zum Gen-Welten Server
(betreut vom DHM, Dresden)





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Pressematerial und Pressefotos

Der Katalog

Bilder von der Pressekonferenz

Bilder von der Eröffnung

Bilder aus der Ausstellung






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In Kooperation mit der Biologie-Didaktik der Universität Bonn wurde Material zu den im Genlabor stattfindenden Experimenten Unterrichtsmaterial zusammengestellt. Ferner ist eine ausführliche Link-Liste zum Thema zusammengestellt worden.

Die Ausstellung „Gen-Welten. Prometheus im Labor?" möchte das brisante Thema Genetik und Gentechnik einem breiten Publikum zugänglich und verständlich machen. In der öffentlichen Meinung zeichnet sich eine überwiegende Ablehnung der „grünen Gentechnik" ab: Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel sind nicht erwünscht. Die „rote Gentechnik" dagegen, die Anwendung in der Medizin, ist ein Hoffnungsträger. Neuartige Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten sollten möglichst schon morgen zur Verfügung stehen. Die Ausstellung will es dem Besucher anhand ausgewählter wissenschaftlicher Arbeiten ermöglichen, sich eine eigene fundierte Meinung zu bilden. Eigens für die Ausstellung entworfene Installationen und kurze erklärende Texte veranschlichen den Stand der heutigen Forschung. Für die Bilder der Wissenschaft wurden von dem britischen Ausstellungsdesigner Neal Potter dreidimensionale Objekte entworfen, die die Information erlebbar machen. Künstlerische Arbeiten zeigen, wie der „Nichtwissenschaftler" mit deem Thema Genetik umgeht. Dialoge von Schauspielern, die aus der „Lindenstraße" bekannt sind, nehmen zu verschiedenen Themen mögliche Argumente aus der augenblicklichen Diskussion auf.

I Natur – Schöpfung – Evolution



„Der moderne Mensch".
Texte zu den genentischen Unterschieden zwischen Völkern. Die Ergebnisse erhärten die Theorie, daß der moderne Mensch von Afrika aus die Welt eroberte. Die Geschichte des Lebens begann vor 3,5 Milliarden Jahren. In der Fülle der Arten, die sich entwickelten, macht der Mensch nur einen winzigen Bruchteil aus. Hätte die Evolution einen einzigen Tag gedauert, dann wäre der Mensch zwei Sekunden vor Mitternacht erschienen. Ein Stammbaum zeigt, in welchen Zeiträumen sich das Leben – vom Einzeller bis zum Menschen – entwickelt hat. Ein Nachbau des Ursuppenexperiments von Stanley Miller gibt Anlaß, sich mit der Entstehung des Lebens auseinanderzusetzen. Der Originalfund des Neandertalers läßt uns über unser Verhältnis zu diesem frühen Menschen nachdenken.

II Biologische Grundlagen



„Replik des DNA-Doppelhelix-Modells von Francis Crick und James Watson", 1993 (1953), Science Museum, London.
Die Texte beschreiben, auf welche Arbeiten die beiden Wissenschaftler sich stützen konnten. Das Erbmolekül, die DNA (=DNS: Desoxyribonukleinsäure), die sich im Kern jeder unserer Zellen befindet, ist gleichzeitig winzig und von ungeahnten Dimensionen. Während in einer Zelle der DNA-Faden hintereinandergelegt zwei Meter mißt, würde die gesamte DNA eines Menschen 50 mal von der Erde zur Sonne reichen. Das Wissen um das Erbmolekül ist dabei nicht alt. Erst 1953 fanden Francis Crick und James Watson seine Struktur heraus. Neue Abbildungtechniken geben Einblicke und Vorstellungen über das Molekül und seine Funktionsweise in unseren Zellen. Die DNA-Story, ein computergenerierter, dreidimensionaler Film, ermöglicht dem Zuschauer eine Reise in den Zellkern, um aus nächster Nähe die Vorgänge des Ablesens und Übersetzens unseres Erbmoleküls zu erleben.

III Im Labor



„Haustiere der Genetik"
Die Taufliege war eines der ersten Versuchstiere der experimentellen Genetik. Viele andere kamen hinzu. Wo es möglich ist, werden alternative Verfahren entwickelt, um Tierversuche zu vermeiden. Die Abbildung zeigt Zebrafisch, Fandenwurm, Mais und Ackerschmalwand. Das gentechnische Labor erscheint auf den ersten Blick eher unspektakulär. Es gibt aber besondere Sicherheitsvorschriften und Sicherheitsstufen, die sich nach den Organismen richten, mit denen gearbeitet wird. Imponierend sind die Datenmengen, die vom internationalen Humangenomprojekt erzeugt werden. Durch dieses Projekt, an dem auch Deutschland teilnimmt, soll die gesamte DNA des Menschen entschlüsselt werden. Dieser eine Meter eines einfachen Chromosomensatzes enthält drei Milliarden Basenpaare. Durch die komplette Entschlüsselung erhofft man sich eine umfassende Kenntnis des Genoms, die eine ursächliche Behandlung vieler Krankheiten möglich macht.

IV Gesundheit und Krankheit



Krebs ist eine Krankheit der Gene, wird aber eher selten vererbt. An den Beispielen Darmkrebs und Brustkrebs wird die molekulare Seite dieser Krankheiten erläutert. Letztendlich erscheint Krebs wie ein Roulettespiel: Man weiß heute nicht, warum der eine Mensch Krebs bekommt, ein anderer aber nicht. Neue Reproduktionsmethoden helfen kinderlosen Ehepaaren. Durch vorgeburtliche Untersuchungen lassen sich immer mehr genetische Anlagen für Krankeiten schon in der Schwangerschaft feststellen. Laufen wir Gefahr, nur noch Wunsch- und Wunderkinder zu wollen? Im Vordergrund „Multifaktorelle Krankheiten". In der Form eines Roulettes wird die molekulare Seite von Darm- und Brustkrebs erläutert. Dahinter „Vom Kinderwunsch zum Wunsch- und Wunderkind". Ein Bilderbuch gibt Informationen zur Reproduktionsmedizin.

V Züchtung, Ressourcen und Biotechnologie



Zum erstenmal werden die weltweiten Freisetzungsversuche gentechnisch veränderter Pflanzen dargestellt. Die neue Biotechnologie verändert das ökonomische Weltbild. Galten vorher Bodenschätze als Ressourcen, so gehören jetzt alle Pflanzen, Tiere und Kleinstlebewesen dazu. Bakterien lassen sich gentechnisch so verändern, daß sie gewünschte Stoffe produzieren. Nützliche Gene werden über Artgrenzen hinweg verpflanzt und schaffen so neue transgene Pflanzen und Tiere. Mit der Entwicklung der modernen Landwirtschaft entstanden Sammlungen pflanzengenetischer Ressourcen, die jene Sorten aufnahmen, die von den neuen Hochertragssorten verdrängt wurden. Der Erhalt der alten Landsorten und ihrer Wildformen ist gerade für die Züchtung neuer Sorten wichtig, denn sie sind an bestimmte Standorte angepaßt und zum Teil widerstandsfähig gegen Schädlinge. „Transgene Tiere". Fisch, Stier, Schwein, Schaf und Kalb stellen verschiedene Modelle gentechnisch veränderter Tiere dar. Der Fisch soll schneller wachsen, die anderen Tiere sollen Wirkstofe mit ihrer Milch oder Organe für Transplantationen liefern.

VI Künstlerische Exponate


Die Einbeziehung künstlerischer Arbeiten in naturwissenschaftliche Ausstellungen hat seit Eröffnung der Kunst- und Ausstellungshalle Tradition. Die hier präsentierten Kunstwerke sind eigens für die Ausstellung konzipiert oder entstanden in den letzten Jahren. Jede dieser Arbeiten setzt sich auf seine Weise mit dem Thema „Genetik" und den in diesem Zusammenhang wichtigen Fragen auseinander. Sie geben den Anstoß für eine ethische und gesellschaftspolitische Diskussion.

Führungen:
21. April bis 28. Mai:
dienstags u. mittwochs 15 Uhr und 19 Uhr
donnerstags bis samstags 15 Uhr
sonn- u. feiertags 11 und 15 Uhr
29. Mai 1998 bis 10. Januar 1999:
dienstags, donnerstags, sonn- u. feiertags 16 Uhr

weitere Informationen Pädagogischer Dienst und weitere Informationen

email: Dr. Edith Decker, Projektleiterin
email: Susanne Kridlo, Projektleiterin


Performance - Gloria Friedmann

Ethik und Heuchelei
 

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