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Francisco Ruiz de Infante
Biographie
Francisco Ruiz de Infante wurde 1966 im Baskenland, Spanien
geboren. Er lebt und arbeitet in Paris. Von seiner plastischen, literarischen
und audiovisuellen Arbeit ausgehend, hat Francisco Ruiz de Infante eine sehr
eigenständige Form entwickelt, Installationsräume zu konstruieren.
Seine
Installationen, in denen er sich obsessiv mit der Erinnerung, der Kindheit, der
Kommunikation und der Angst befaßt, sind auf eine prekäre und
zerbrechliche Weise konstruiert. Er beschreibt den Raumbezug seiner Arbeiten als
den Versuch, "ephimere Orte zum wohnen" zu schaffen, um dort sowohl
auf physische als auch auf intellektuelle Weise ein zu Hause zu finden. Seine
Intention ist es dabei immer, den Zuschauer in das Werk mit einzubeziehen, ihn
als Benutzer der Arbeit zu integrieren und somit zu einem Teil des Werks werden
zu lassen. Seine wichtigsten Arbeiten zeichnen sich durch eine radikale Suche
nach neuen Ausdrucksformen aus. Er vermeidet den Rückgriff auf
traditionelle Erzählformen und versucht, experimentelle poetische Welten zu
schaffen, in denen die Manipulation von asynchronen Sinnzusammenhängen
zwischen Bild, Ton und Text die Basis darstellt.
Seit 1985 hat er 23 Videos und Kurzfilme gedreht, von denen besonders
die folgenden Produktionen hervorzuheben sind:
Las cosas simples (Die einfachen Dinge), 1993. 1 Preis auf dem Festival
des "Nouveau Cinéma" von Montreal 94. El juicio (Das
Urteil), 1991, und Lugar común (Gemeinplatz) 1991, der in
Locarno, Vigo und auf dem Mittelmeer Film Fest von Pantelleria, Italien,
ausgezeichnet wurde. 1995 realisierte er seinen ersten längeren Film als
digitales Video mit dem Titel Los Lobos (Die Wölfe). Seine
wichtigsten Installationen sind: El Reformatorio (falsos gemelos)
(reformatorisch, unechte Zwillinge), die 1992 für das Museo Reina Sofía
in Madrid und das Maison de l'image Saint-Gervais in Genf produziert wurde und
die Ausstellungsprojekte Centro de Tránsito para Adolescente (Übergangszentrum
für Jugendliche) im Museo de Bellas Artes von Álava (Spanien), 1992,
und Les sons de Survie (Die Töne des Überlebens) im Centre
d'Art Contemporain de La Ferme du Buisson in Noisiel bei Paris, 1997.
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