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.Bronzezeit

 
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Sonnenwagen
Trundholm, Højby,
Holbæk, Dänemark
14. Jh. v. Chr.
© Nationalmuseet, Kopenhagen
Foto: Kit Weiss



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Reliefiertes Ornament
Delphi, Apollon-Heiligtum,
Phokis, Griechenland
6. Jh. v. Chr.
© Archäologisches Museum, Delphi
Foto: Hellenic Ministry of Culture -
Stephanos Stournaras



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Goldkegel
Fundort unbekannt
aus Südwestdeutschland / Schweiz
10. – 8. Jh. v. Chr.
Museum für Vor- und Frühgeschichte, Schloss Charlottenburg, Berlin
© Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Museum für Vor- und Frühgeschichte - K. Göken



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Amphorenförmiges Gefäß
Prosymna, Argolis,
Griechenland
Mitte 15. Jh. v. Chr.
© Archäologisches Nationalmuseum, Athen
Foto: Hellenic Ministry of Culture - Stephanos Stournaras





Votivdoppelaxt
Höhle von Arkalochori,
Kreta, Griechenland
15. Jh. v. Chr.
© Archäologisches Museum, Heraklion
Foto: Hellenic Ministry of Culture - I. Iliadis




Götter und Helden der Bronzezeit. Europa im Zeitalter des Odysseus
25. Ausstellung des Council of Europe (Europarat)
13. Mai bis 22. August 1999



Der Katalog

Presse

Bilder aus der Ausstellung

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Die Ausstellung Götter und Helden der Bronzezeit. Europa im Zeitalter des Odysseus läßt eine der wichtigsten Epochen der europäischen Frühgeschichte wiederauferstehen. Die Bronzezeit (etwa 2400 bis 600 v.Chr.) war eine Epoche des Wandels und der Erneuerung in Europa. Trotz erheblicher geographischer, wirtschaftlicher, kultureller, religiöser und sozialer Unterschiede entwickelte sich eine Form der kulturellen Einheit in einer großen Region, die sich vom Ural-Gebirge im Osten bis zum Atlantik im Westen, von den Ländern Skandinaviens im Norden bis zu den Mittelmeerländern im Süden erstreckte.

Um diese Einheit zu illustrieren, versammelt die Ausstellung über 250 Leihgaben aus 23 europäischen Ländern. Zu ihnen zählen einzigartigte Schätze der Bronzezeit, die in 70 Museen Europas zu Hause sind: Gold aus den mykenischen Königsgräbern wird neben goldenen Gefäßen aus den Schatzfunden Mittel- und Nordeuropas ausgestellt. Der berühmte Sonnenwagen aus Trundholm in Dänemark – Symbol für eine enge Verbindung mit dem göttlichen Gestirn – ist neben Kultwagen aus Mitteleuropa und dem Mittelmeerraum zu sehen. Die prächtigen Waffen der griechischen Bronzezeit-Helden werden neben Rüstungen von Stammesfürsten der nordeuropäischen Bronzezeit präsentiert. Große Stelen aus behauenem Stein mit Heldendarstellungen, gehörnte Helme, schwere Kultäxte und Blasinstrumente wie die dänischen Luren sind ebenfalls Bestandteil der Ausstellung. Einen ganz besonderen Höhepunkt stellen die sogenannten Goldhüte (Goldkegel) aus Frankreich und Deutschland dar, deren Funktion bis heute wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt ist und die erstmalig in der Geschichte der Archäologie gemeinsam ausgestellt werden. All diese Ausstellungsstücke bekunden die Schritte der Menschen auf dem Wege der Metallverarbeitung mit dem neuen Werkstoff Bronze, einer harten Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie bezeugen die gleichzeitige Entwicklung neuer handwerklicher Fähigkeiten als Ergebnis der Einfuhr von Rohmaterialien aus weit entfernten Gebieten und des zunehmenden Handels mit Luxusgütern. Zu den Schätzen dieser Epoche gehören aber nicht nur Arbeiten aus Bronze, sondern auch aus Gold, Silber, Ton, Elfenbein und Bernstein. Die fast zwei Jahrtausende andauernde Epoche wird trotz sozialer Konflikte und Kriege aufgrund ihres großartigen Reichtums oft als das erste „Goldene Zeitalter" bezeichnet. Besondere Bedeutung für die Bronzezeit hatte die Entstehung der griechischen Linearschrift in der Mitte des zweiten Jahrtausends v.Chr. Sie wurde Anfang der fünfziger Jahre dieses Jahrhunderts entziffert und lieferte eine Sensation: die Bewohner der mykenischen Paläste sprachen Griechisch – die Sprache Homers. Ausstellungsstücke belegen die Verwendung dieser frühen Schrift.

Zu den wichtigsten Ereignissen der Bronzezeit zählen der Trojanische Krieg und die Heimkehr des Odysseus. Die Ausstellung vermittelt ein farbenprächtiges Bild der europäischen Frühgeschichte, die in den beiden Epen Homers, der Ilias und der Odyssee, verewigt wurde. Diese beiden Werke, Europas älteste Literatur (verfaßt um 750 v. Chr.), reichen weit in die mykenische Bronzezeit zurück und illustrieren das Leben der bronzezeitlichen Helden.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Europarates (Council of Europe). Das Konzept wurde gemeinsam vom National Museum, Kopenhagen, der Réunion des Musées Nationaux, Paris, der Association Française d’Action Artistique/Ministère des Affaires étrangères, Paris, dem Hellenic Ministry of Culture, General Directorate of Antiquities, Athen, und der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, realisiert. Die Ausstellungstournee führt von Kopenhagen und Bonn über Paris nach Athen.

Ein Informationsraum in der Ausstellung gibt den Besuchern die Gelegenheit, sich anhand von Literatur, Landkarten, Reproduktionen und einer eigens für die Ausstellung in Bonn produzierten Computersimulation eingehend mit dem Thema zu beschäftigen.

Für die Präsentation wurde ein Film über Ausstellungsstücke, Fundorte und Kultstätten der Bronzezeit produziert, der ab Ende Mai in der Ausstellung zu sehen ist.

Ausstellungsbegleitend ist eine wissenschaftliche Vortragsreihe in Vorbereitung, in der Experten dem Phänomen der Bronzezeit nachgehen. Ergänzend wird ein Workshop-Programm mit praktisch-bildnerischen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Termine und weitere Informationen sind einem gesondert erscheinenden Faltblatt zu entnehmen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 304 Seiten und ca. Abbildungen, davon ca. 230 in Farbe. Essays international renommierter Archäologen und Wissenschaftler dokumentieren den neuesten Forschungsstand; zusammen mit Karten und einer umfangreichen Bibliographie machen sie den Katalog zu einem attraktiven Werk über die Bronzezeit in Europa.

Kuratoren:
Kati Demakopoulou
Christiane Éluère
Jørgen Jensen
Albrecht Jockenhövel
Jean-Pierre Mohen

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Europarat - Ausstellungsseiten

email: Susanne Kleine, Projektleiterin
 

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