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Die Moche-Keramik
Das bekannteste Kulturerbe der Moche ist ihre kunstvolle Keramik. Sie
besticht durch Ausdruckskraft und technische Perfektion und liefert die
wichtigsten Anhaltspunkte zur Rekonstruktion der damaligen Gesellschaft.
Vorwiegend diente sie als hochgeschätzte Grabbeigabe, war aber auch Bestandteil
von Riten. Die Künstler stellten Menschen, Götter, Tiere, Pflanzen und
komplexe Szenen wie Zeremonien, Kämpfe, rituelle Jagden und Mythen dar,
teilweise plastisch, teilweise mit feinem Pinsel gemalt. Die prachtvollen
Feinkeramiken stellen nur etwa 5% der gesamten Keramikproduktion jener
Zeit dar. Die Gebrauchskeramik für Küche und Wassertransport war einfach,
funktionell und nur selten verziert.
Die meisten Stücke wurden im Spiralwulstverfahren hergestellt und von
Hand modeliert. Töpferscheiben waren unbekannt. Eine Weiterentwicklung
des Verfahrens bestand in der Verwendung von Modeln, die eine "Massenproduktion"
identischer Gefäße ermöglichten. Die Bemalung wurde vor dem Brand aufgetragen
und besteht hauptsächlich aus rötlich-braunen Farblinien auf hellbeiger
Engobe. Die Kontrolle der Sauerstoffzufuhr beim Brand bestimmt die Farbnuancen,
von tiefem Rot (oxidierend) bis zu Schwarz (reduzierend). Durch zusätzliche
Politur wurde ein feiner Glanz erreicht.
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