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Synagogen

 
 
Montag
15. Mai
22.25 Uhr
in 3sat
"Zerstörte Synagogen in Deutschland. Erinnerung aus dem Computer"
Der Film zur Austellung

Der 30minütige Dokumentarfilm von Bernhard Pfletschinger erzählt die Vorgeschichte dieser Ausstellung, die Geschichte der Synagogenarchitektur in Deutschland und die katastrophalen Folgen ihrer systematischen Zerstörung. Zeitzeugen, Repräsentanten der jüdischen Gemeinden in Deutschland und Historiker rufen wieder ins Bewußtsein, welch kulturellen Verlust die Zerstörung bedeutete.

Samstag
20. Mai
19 Uhr
Konzert im Forum
Die Stimme der Synagoge
mit dem Knaben- und Jugendchor St. Michaelis, Hamburg, Leitung und Moderation: Andor Izsák
Orgel: Gerhard Dickel
mit Werken von Louis Lewandowski (1821 - 1894)
Eintritt:
DM 18,- / ermäßigt 9,- (zzgl. VVK-Gebühren)
DM 24,- / ermäßigt 12,- (Abendkasse)

Dienstag
23. Mai
19 Uhr
Lesung in Zusammenarbeit mit dem Haus der Sprache und Literatur, Bonn
Jüdisches Leben in der Zeit danach
Gespräch in der Lounge mit Rachel Salamander, Gründerin der auf Literatur zum Judentum spezialisierten "Literaturbuchhandlungen" mit angeschlossenen Veranstaltungsprogrammen in München, Berlin und Wien, und Gabriele von Arnim, der bekannten Fernsehmoderatorin ("Wortwechsel").
Eintritt:
12,- / ermäßigt 10,- DM (zzgl. VVK-Gebühren)
15,- / ermäßigt 12,- DM (Abendkasse)

Dienstag
13. Juni
19 Uhr
Werkstattgespräch in der Ausstellung
Boi Bscholom -
Eine Entdeckungsreise in die Welt der jüdischen Musik mit alten Schellackplatten.

David Polnauer, Rabbiner der jüdischen Gemeinden von Duisburg, Mülheim und Oberhausen, wird aus seinem reichen Archivschatz alter Schellackplatten aus den Jahren 1900 bis 1950 Beispiele der jüdischen Musikkultur vorstellen:
Das Spektrum reicht von den synagogalen Kantorengesängen und den durch Jahrhunderte überlieferten "Misinai"-Melodien für Gebete bis zum Swingtitel "Bei mir bistu schejn" von Schalom Secunda. Jüngere Beispielen jüdischer Musik aus den Bereichen Jazz und moderner Folklore ergänzt diesen Überblick.
Rabbi Polnauer hat "Nigun" (hebräisch: Melodie, Improvisation), einen Förderverein zur Erforschung jüdischer Musik, gegründet und 1999 gemeinsam mit dem Düsseldorfer Musikwissenschaftler Axel Weggen die CD "Boi Bscholom (Komme in Frieden) - Stimmen einer verschollenen Welt" mit Aufnahmen ungarischer Kantoren aus den Jahren 1906 bis 1929 veröffentlicht. Die CD kann nach der Veranstaltung erworben werden.
Moderation: Hanns-Ulrich Mette, Leiter Pädagogischer Dienst, Kunst- und Ausstellungshalle Bonn.

Dienstag
20. Juni
19 Uhr
Werkstattgespräch in der Ausstellung
Synagogenarchitektur in Deutschland nach 1945:
Geschichtliche Entwicklung und zeitgenössische Tendenzen

Salomon Korn, Frankfurter Architekt und Architekturhistoriker sowie Mitglied des Präsidiums im Zentralrat der Juden in Deutschland, wird über gegenwärtige Architekturaufgaben im Kontext der besonderen Bedürfnisse einer jüdischen Gemeinde berichten.
Mit dieser Veranstaltung soll ein Brückenschlag zwischen der virtuellen Rekonstruktion zerstörter Synagogen in der Ausstellung und den heutigen Gegebenheiten versucht werden. Das Gespräch mit dem Publikum wird u.a. der Frage nachspüren, ob es eine spezifisch jüdische Baukultur in Deutschland gibt und vor welchen liturgischen Anforderungen ein Architekt bei der Konzeption einer neuen Synagoge steht. Dabei wird ein Blick auf die Geschichte der jüdischen Sakralarchitektur nach 1945 die verschiedenen architektonischen Konzeptionen und stilistischen Entwicklungen beleuchten. Salomon Korn thematisierte 1986 anläßlich der Eröffnung des nach seinen Entwürfen gebauten Jüdischen Gemeindezentrums in Frankfurt am Main unter dem Titel "Wer ein Haus baut, will bleiben" den grundlegenden, existenziellen Konflikt jüdischen Lebens in Deutschland.
Moderation: Peter Daners, Pädagogischer Dienst, Kunst- und Ausstellungshalle Bonn.

Freitag, 23. 06.
19 Uhr
Lesung
in Zusammenarbeit mit dem Haus der Sprache und Literatur, Bonn
Generationen im Gespräch
Lesung und Gespräch in der Lounge mit Gila Lustiger, geb. 1963, Übersetzerin, Verlagslektorin und Romanautorin, und Arno Lustiger, geb. 1924, Mitbegründer der jüdischen Gemeinde in Frankfurt/M. und Autor zu den Themen der deutsch-jüdischen Geschichte, der jüdischen Volkskunde, des jüdischen Widerstandes.
Moderation: Karin Hempel-Soos
Eintritt:
12,- / ermäßigt 10,- DM (zzgl. VVK-Gebühren)
15,- / ermäßigt 12,- DM (Abendkasse)

Dienstag
27. Juni
19 Uhr
Werkstattgespräch in der Ausstellung
Koscher - ein Begriff und seine Bedeutung im jüdischen Brauchtum
Penina Goldberger, Ehefrau des Rabbiners der jüdischen Gemeinde Düsseldorf, wird darüber berichten, wie die im Alten Testament bzw. Tora und Talmud enthaltenen oder aus ihnen abgeleiteten Gebote das jüdische Leben bestimmen. An diesem Abend wird insbesondere das jüdische Reinheitsgebot ("Kaschrut") hinsichtlich der Speisevorschriften für den alltäglichen und den festlichen Gebrauch thematisiert.
Der Begriff "koscher" (jüdisch-deutsch: rein, erlaubt, tauglich, vom hebräischen: kascher) bezieht sich sowohl auf die Zubereitung der Nahrungsmittel als auch auf den Ort des Verzehrs. So darf Fleisch nur von koscheren Tieren stammen: "Alle Tiere, die gespaltene Klauen haben, Paarhüfer sind, und wiederkäuen, dürft ihr essen." (Leviticus / 3. Buch Mose 11,3).
Was die Beachtung dieser überlieferten Gebote auch heute noch unter völlig veränderten Lebensbedingungen bedeutet, werden wir im Gespräch mit Frau Goldberger erfahren, die selbst eine koschere Küche betreibt.
Moderation: Birgit Tellmann, Pädagogischer Dienst, Kunst- und Ausstellungshalle Bonn.

Information beim Pädagogischen Dienst unter Telefon 0228 / 9171-246 / -291

Dienstag
30. Mai
19 Uhr
Lesung in Zusammenarbeit mit dem Haus der Sprache und Literatur, Bonn
Jizchak Katzenelson:
"Großer Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk"

Lesung in der Lounge mit der Schauspielerin Barbara Nüsse.
Hinweis: Da Barbara Nüsse kurzfristig verhindert ist, übernehmen der Schauspieler Andreas Grothgar und Karin Hempel-Soos, Leiterin des Hauses der Sprache und Literatur in Bonn die Lesung!

Katzenelson, jüdischer Dichter in Polen, konnte aus dem Warschauer Ghetto herausgeschleust werden. Im Sonder-KZ Vittel schrieb er später in jiddischer Sprache den "Großen Gesang", ein einzigartiges Zeugnis vom Leidensweg und Widerstand des jüdischen Volkes. Durch Wolf Biermanns Übersetzung werden dem deutschsprachigen Leser ein außergewöhnliches literarisches Werk und ein großer Dichter nahegebracht.
Eintritt:
12,- / ermäßigt 10,- DM (zzgl. VVK-Gebühren)
15,- / ermäßigt 12,- DM (Abendkasse)

 

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