
![]() ![]() Selbstmord des Aias Attische Lekythos Maler von Louvre um 460 v.Chr. © Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig ![]() Goldkelch Alaca Hüyük, 2500 - 2000 v.Chr. © Museum für Anatolische Zivilisation, Ankara ![]() Minoische Tonkanne Troia V, 1800 v.Chr. © Troia-Projekt der Universität Tübingen ![]() Goldene Ohrgehänge Troia II, 2400 v.Chr. © Archäologisches Museum Istanbul |
Troia Traum und
Wirklichkeit 16. November 2001 - 1. April 2002 (Verlängerung)
Im 8. Jahrhundert v. Chr. verfasste der Dichter Homer die Groß-Epen Ilias und Odyssee. Mit diesen beiden Heldendichtungen beginnt die abendländische Literatur. Seitdem ist Troia weit mehr als nur die Bezeichnung einer antiken Stadt in Kleinasien. Es ist ein Mythos, der zu allen Zeiten seine Faszination ausübte und von Kulturschaffenden aller Bereiche bis heute immer wieder aufgegriffen wird. 1998 wurde Troia von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Erstmals präsentiert eine Ausstellung dieses spannungsreiche Thema in einer umfassenden Darstellung. Um die beiden Pole Traum und Wirklichkeit erschließt sich den Besuchern ein facettenreiches und faszinierendes Bild von Troia. Homer und seine Ilias, Troia und der Troianische Krieg sowie die Auseinandersetzung antiker, mittelalterlicher und neuzeitlicher Autoren und Künstler mit dem Thema stehen für den Traum von Troia. Diesem steht die Wirklichkeit des prähistorischen Stadthügels an den Dardanellen gegenüber, erschlossen durch die Ausgrabungen seit Heinrich Schliemann und wissenschaftlich aktualisiert durch die Forschungsergebnisse eines internationalen Grabungsteams um Manfred Korfmann, dem Grabungsleiter seit 1988. Heute geht es nicht mehr um die romantische Suche nach dem Schauplatz des Troianischen Krieges, sondern um die strategische Bedeutung Troias an den Dardanellen und die Einordnung in die hethitisch-mykenische Welt des 2. Jahrtausends v. Chr. In der Ausstellung wird die Welt der Götter und Helden der Ilias durch kostbare Originalhandschriften, Textüberlieferungen und Darstellungen in antiken Kunstwerken der Vasenmalerei und Plastik von internationalem Rang lebendig. Mittelalterliche Handschriften, neuzeitliche Gemälde, graphische Blätter und Objekte des Kunsthandwerkes zeigen die ungebrochene Aktualität des Themas in Geschichte und Kunstgeschichte bis hin zur Vermarktung in Werbung und Karikatur unserer Zeit. Der archäologische Teil präsentiert einmalige - bisher nie außerhalb der Türkei gezeigte Fundstücke: vom mannshohen Vorratsgefäß über feines Tafelgeschirr der herrschenden Schicht bis hin zu kostbarem Schmuck und Waffen. Nach den Stationen in Stuttgart und Braunschweig wird die Ausstellung in Bonn durch einige Highlights ergänzt. So sind z. B. die Repliken des "Schatz' des Priamos" von Heinrich Schliemann zu sehen. Eine besondere Attraktion ist die neue, großformatige Zur Ausstellung liegen ein 485 Seiten umfassendes Begleitbuch mit meist farbigen Abbildungen für DM 49,- € 25,- und ein Ausstellungsführer für DM 15,- / € 7,50 vor. Wir bieten Ihnen hier online die ausstellungsvermittelnde Begleitpublikation Troia - Kompaktwissen. Mythos und Archäologie (nicht nur für Schüler und Lehrer) zur Vor- und / oder Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs als Darüber hinaus hat der Pädagogische Dienst in Zusammenarbeit mit der Bonner Rundschau eine Ausstellungszeitung erarbeitet, die in der Ausstellung für die Besucher ausliegt. Einige Artikel der TROIA-EXTRA können Sie Auf dem Server der Universität Tübingen bieten wir Ihnen den "Pressespiegel", einen Ebenfalls unter dem Stichpunkt Eine multimedial aufgearbeitete Berichterstattung über das sogenannte "Troia-Symposium" am 15. und 16. Februar 2002 in der Universität Tübingen - letzter Höhepunkt der öffentlich geführten Auseinandersetzung zwischen Prof. Dr. Hans Kolb und Prof. Dr. Manfred Korfmann - bietet das Der wissenschaftlich neueste Forschungsstand zu den Beziehungen zwischen Troia und den Hethitern wird illustriert durch die Ausstellung "Die Hethiter - Das Volk der 1000 Götter", die vom 17. Januar bis zum 28. April 2002 zeitweise parallel zur Troia-Ausstellung stattfindet. Im Januar und Februar 2002 behandeln wissenschaftliche Vorträge, literarische Lesungen, musikdramaturgische Aufführungen und eine historische Filmvorführung ausgewählte Aspekte der mit Troia verbundenen Vorstellungswelt und Wirklichkeit. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG ist ein eintägiges Symposium zum ausstellungsbezogenen Thema "Deutsche Archäologie im Ausland - Auswärtige Kulturpolitik und Wissenschaftsförderung" geplant. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg, Stuttgart, des Troia-Projektes des Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, des Braunschweigischen Landesmuseum, des Herzog Anton Ulrich-Museum, Kunstmuseum des Landes Niedersachsen, Braunschweig, der Stadt Braunschweig und der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des türkischen Staatspräsidenten S.E. Ahmet Necder Sezer und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Herrn Johannes Rau. Sie wird realisiert mit freundlicher Unterstützung durch das T.C. Kulturministerium - Generaldirektion der Antiken und Museen, Ankara.
Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Troia-Projekt der Universität Tübingen Braunschweigisches Landesmuseum Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig Stadt Braunschweig Kunst- und Ausstellungshalle, Bonn Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Manfred Korfmann Universität Tübingen Filmdokumentation "Troia: Archäologische Stätte von Troia" aus der SWR-Serie "Schätze der Welt - Erben der Menschheit" Ausstellungsbegleitende Website (extern) "Projekt Troia" - Uni Tuebingen Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Braunschweigisches Landesmuseum Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen Vaybee.com - deutsch-türkisches Internetportal Damals: das historische Magazin mit dem Sonderheft "Troia" |
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