Screenshots:






 |
Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland (KAH) zeigte vom 19.12.1997 bis 18.04.1998 die Ausstellung
"Arktis-Antarktis". Diese Ausstellung befaßte sich eingehend
mit Wissenschaft, Geschichte und Aktualität der Arktis und Antarktis und
verknüpfte diese einzelnen Felder gleichzeitig mit Zeugnissen ihrer
Kultur. Die Ausstellung untersuchte verschiedene Aspekte polarer Geschichte und
Gegenwart und präsentierte hierfür Exponate von archäologischen
Funden wie prototypischen Beispielen aus dem Alltagsleben heute. Ein
wesentliches Exponat der Ausstellung mit starker Orientierung auf die Zukunft
war eine Multimedia-Installation, das sog. "Polare Interaktive
Theater", das acht Filme zu den jüngsten Ergebnissen polarer
Forschung in einer hochaktuellen und sorgfältig ausgearbeiteten
Multimedia-Schau präsentierte.
Das Polartheater bildet den Kern des Projektes ARCTIC2. Die aus
Satellitendaten erstellten Bildfolgen wurden mit Animationen kombiniert und zu
Filmen über die folgenden Themen zusammengestellt: Ozon, Polare
Topographie, Meereis, Die Eiszeiten, Die Wanderung von Pol zu Pol, Magnetfeld
und Aurora, Schelfeis und Die Jahreszeiten an den Polen. Das Polartheater wurde
nicht nur in der Ausstellung "Arktis-Antarktis" in Bonn
präsentiert, sondern auch einem internationalen Publikum im Pavillon der
Bundesrepublik Deutschland auf der EXPO '98 in Lissabon. Dort konnten über
eine halbe Million Besucher und VIPs aus aller Welt das Polartheater
betrachten.
Die Konferenz "Visual Reality" zu Problemstellungen der
Geoinformation fand in der KAH in Bonn vom 16. bis 18. März 1998 statt.
Die Konferenz stellte wollte ein Forum bilden, um Produktion und Verwendung von
Multimedia und virtueller Realität für die Visualisierung und Analyse
von geographischen Prozessen zu unterstützen und bekannter zu machen. So
waren unter den Teilnehmern sowohl Vertreter aus der Wissenschaft wie auch aus
der Wirtschaft vorhanden. Wissenschaftliche Papiere,
Multimedia-Vorführungen und Diskussionen über innovative
Multimedia-Instrumente zu geographischer Information rundeten die Vorträge
ab. Die Teilnehmer waren begeistert von der sehr erfolgreich
durchgeführten Konferenz und verabredeten, eine weitere Konferenz zu
Problemstellungen der Geoinformation im Jahr 1999 durchzuführen. Die
Ergebnisse der Konferenz sind in folgender Publikation veröffentlicht:
Visual Reality.
Proceedings of the International Conference on Multimedia in Geoinformation in
conjunction with the exhibition Arktis-Antarktis. Editor Hans Hauska. Kunst-
und Aussteellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Bonn, Germany, March
16-18, 1998 ISBN 91630-6626-2
Der Internet Service innerhalb des Projektes ARCTIC2 bot dem
interessierten Nutzer die Möglichkeit, die Ausstellung
"Arktis-Antartkis" kennenzulernen und dabei auch das Leben der
Forscher in Arktis und Antarktis zu verfolgen; zudem war es möglich, an
einem Frage- und Antwort-Service, der vom Alfred-Wegener-Institut in
Bremerhaven gemeinsam mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland angeboten wurde, teilzunehmen. In Englisch wie in Deutsch konnten
über das Internet Fragen zu polaren Themen gestellt werden, die so rasch
wie möglich von international versierten Wissenschaftlern beantwortet
wurden. Selbst auf die kompliziertesten Fragen konnte innerhalb von drei Tagen
eine Antwort gegeben werden. In kleinerem Umfang wurde dieser Internet Service
in der zweiten Jahreshälfte 1998 vom Alfred-Wegener-Institut im Rahmen des
Internationalen Jahres der Ozeane und der Expo '98 weiter durchgeführt.
Visualization Library
Der computergestützte graphische Inhalt, der für das Polartheater
erarbeitet worden war, wird Dokumentarfilmern, Multimediaentwicklern und
Verlegern zugänglich gemacht, zusätzlich zu der CD ROM aus dem
Projekt ARCTIC2. Die Visualisation Library ist beinahe fertiggestellt und wird
im Herbst 1999 der interessierten Öffentlichkeit auf der Webseite des
entsprechenden Consortiumsmitgliedes angeboten werden.
CD ROM
Die CD ROM wurde zwischen Januar und Juni 1999 produziert. Die CD ROM ist ein
nichtkommerzielles Produkt und wird hauptsächlich an Lehrmittelstellen
für Schul- und Universitätsbedarf in Europa verteilt werden.
Erzielte Ergebnisse
Das Projekt ARCTIC2 besteht aus sieben workpackages, zwei davon beschreiben die
Entwicklung und Realisierung des Polaren Interativen Theaters. Die Komponenten
Polartheater, Geoinformationskonferenz "Visual Reality" und der
Internet Service zu "Fragen und Antworten" sind mehr als erfolgreich
abgeschlossen. Die Visualization Library muß endgültig erarbeitet
und zeigt bereits jetzt gute Erfolge. Die CD ROM wird als wissenschaftliches
non-profit Lehrmittel vornehmlich an Lehrmittelstellen in Europa verschickt..
Das letzte workpackage "Further Venues" wurde mit der
Präsentation im Deutschen Pavillon der EXPO '98 von Mai bis September 1998
abgeschlossen.
Das umfangreiche Projekt ARCTIC2 hat alle workpackages mit großem Erfolg
realisiert. Unmittelbarer Reaktionen wie längerfristiger Rücklauf zu
den einzelnen Produkten von ARCTIC2 zeigen ein deutlich gestiegenes Interesse
des normalen "Verbrauchers" wie der Experten aus Wissenschaft und
Medien an dem Themenbereich von Arktis und Antarktis.
Das Polartheater wurde zu einem eigenständigen Begriff für
vorzügliche Zusammenfassung und Präsentation wissenschaftlicher
(polarer) Forschung im multimedialen Bereich. Noch im Mai und Juni 1999 wurde
die homepage der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu
diesem Thema 380 bzw. 300 mal in deutscher Sprache und 89 bzw. 80 mal in
englischer Sprache aufgerufen. Gegen Ende des Projektes wird noch deutlicher,
daß ohne die Unterstützung durch die Europäische Kommission, DG
XIII, innerhalb des Programmes INFO2000, die Partner des Konsortiums nicht in
der Lage gewesen wären, so viele verschiedene Aspekte des Projektes
über einen relativ langen Zeitraum zu bewältigen. Die einzelnen
Produkte würden auch nicht das große internationale Interesse in
Wissenschaft und bei der hardware Industrie hervorgerufen haben, wie dies
tatsächlich der Fall war. Rückblickend kann gesagt werden, daß
die Förderung der Europäischen Kommission an sich für ein
Produkt großes Interesse beim "Verbraucher" bewirkt und somit
das Konsortium zu höchsten Anstrengungen motiviert hat.
KONSORTIUM UND AUFGABE DER EINZELNEN PARTNER
KAH - Kunst- und Austellungshalle der Bundesrepubik Deutschland, GmbH,
Bonn
Koordinator des Projektes ARCTIC2 und Veranstalter der Ausstellung
"Arktis-Antarktis". Aufgaben: Projektmanagement insgesamt
(Wirtschafts-, Organisations- und Vertragsmanagement), Koordination und
Organisation der Weitergabe des Polaren Interaktien Theaters (Further venue
WP7), Internet Service (WP3), Konferenz über Geoinformation "Visual
Reality", Produktion der CD ROM.
DPA - Dyring Production AB, Uppsala, Schweden
Im Kuratorenteam der Ausstellung "Arktis-Antarktis". Aufgaben:
Wissenschaftliche Beratung, inhaltliche Organisation des Projektes, Erstellung
von Texten und Kataloginhalten.
PVL - Planetary Visions Ltd., London, Großbritannien
Aufgaben: Akquisition und Verarbeitung von Daten, Produktion von
Visualisierungssequenzen. Inhaltliche Recherche zusammen mit Wissenschaftlern,
Animationen und wesentliche Datenzusammenstellungen zur Verwendung für die
anderen Partner. Visualization Library.
DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Rarumfahrt e.V.,
Oberpfaffenhofen
Akquisition und Verarbeitung von Daten, Produktion von Visualisierungssequenzen
AWI - Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung,
Bremerhaven
und
DKRZ - Deutsches Klimarechenzentrum GmbH, Hamburg
Aufgaben: Zusätzliche wissenschaftliche Recherche, Daten und visuelles
Material für bestimmte Teile von ARCTIC2. Animal Tracking und Fragen und
Antwort Internet Service.
BIS - Binary Interactive Solutions Ltd., London, Großbritannien
Nachfolger der Multimedia Corporation Ltd., London, Großbritannien
Multimedia Entwickler, Integration des Polaren Interaktiven Theaters und
vollständige Rechteklärung für die CD ROM. |