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Ver Sacrum - Aufbruch zur Moderne.
Wien um 1900 Einzigartig sind die Dichte und Innovationskraft des künstlerischen Schaffens, die sich in Wien an der Schwelle zum 20. Jahrhundert entfalten. Von der bildenden Kunst, dem Design und der Architektur gingen Impulse aus, die international wegweisend sein sollten. Das Wien der Jahrhundertwende wurde zum Inbegriff der österreichischen Moderne. Die Wiener Secession ist untrennbar mit Namen wie Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Koloman Moser, Emil Orlik und Richard Gerstl verbunden. Der jungen Künstlergruppe um Gustav Klimt ging es mit dem Kampfruf "Der Zeit ihre Kunst - der Kunst ihre Freiheit" um das Ziel einer Vervollkommnung in Schönheit und Erneuerung in einem Ver Sacrum - einem heiligen Frühling. |
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Not, Natur und neue Kräfte.
Österreich zwischen den Kriegen 1918 - 1938 Österreich verändert sich von einer exponierten Weltmacht zu einem mehr oder weniger isolierten Kleinstaat, was auch eine tiefgehende Veränderung der Kunst nach sich zieht. Die Leitbilder in Wien sind nicht mehr existent, die bis dahin führenden Künstler tot. Es beginnt die Suche nach der reinen Kunst. Arbeiten von Herbert Boeckl, Anton Kolig, Albin Egger-Lienz, Rudolf Wacker und Alfons Walde repräsentieren diesen Abschnitt künstlerischer Entwicklung. |
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Isolierung und Emigration.
1938-1945 Die sozialen und nationalen Spannnungen eskalieren. Österreichs Kunst übernimmt vordergründig propagandistische Funktionen und verliert den Kontakt mit der internationalen Kunstszene, was zur geistigen Isolierung führt. Zu den Künstlern, die sich dieser Situation auf unterschiedliche Weise entziehen und sich unter unterschiedlichen Bedingungen behaupten, zählen Oskar Kokoschka, Max Oppenheimer, Albert Paris Gütersloh und Franz Sedlacek. |
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Neubeginn in Vielfalt.
1945-1955/60 Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickeln sich völlig eigenständige Positionen. Hier sind Arnulf Rainer, Friedensreich Hundertwasser oder die Wiener Schule des phantastischen Realismus (Arik Brauer, Rudolf Hausner, Ernst Fuchs) zu nennen, aber auch Künstler wie Josef Mikl, Markus Prachensky, Maria Lassnig, Hans Staudacher, Oswald Oberhuber, Adolf Frohner und Alfred Hrdlicka werden bedeutende Exponenten in Österreich. |
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Suche und Wege zum Pluralismus.
1960-1980 Kunst in der Konsumwelt / Aktionismus Gegenstandslose Kunst konstruktiver und lyrischer Ausprägung stehen der figurativen Kunst gegenüber. Die unterschiedlichen Positionen werden von Arnulf Rainer, Christian L. Attersee, Walter Pichler, Franz Ringel, Peter Pongratz, Max Weiler und anderen vertreten. Die spektakulären Provokationen und Rituale der Wiener Aktionisten (Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Rudolf Schwarzkogler), die in der Happening- und Fluxusszene eine Sonderrolle einnehmen, sorgen für internationales Aufsehen. |
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Der Fortschrittsglaube wird brüchig.
1980-1990 Nach den Grenzüberschreitungen und den vielfachen Erprobungen anderer Materialien und Ausdrucksmittel beginnt am Übergang zu den 80er Jahren eine Phase, in der die Rückbesinnung auf die traditionellen Medien von Malerei und Skulptur wieder zunehmend an Bedeutung gewinnt. Maler wie Kurt Kappa Kocherscheidt, Siegfried Anzinger, Gunter Damisch oder Hubert Scheibl und Bildhauer wie Franz West verleihen den 'traditionellen' Medien neue Impulse. |
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Suche ohne Kompromisse.
Die 90er Jahre 1980-1990 Die 90er Jahre bringen ein erneutes Interesse an experimentellen Kunstformen. Computergenerierte Bilder, Installationen und elektronische Medien stehen neben Malerei, Skulptur und Druckgraphik in herkömmlichen Methoden. |
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