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Kaiser Karl V.

 
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Tizian
Karl V. mit Ulmer Dogge
1532-33
© Madrid, Museo Nacional
del Prado




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Nach Jan Cornelisz Vermeyen
Porträtdiptychon Ferdinands I.
und der Anna von Ungarn
nach 1531
© Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum



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Tizian und Werkstatt
Venus mit Amor
um 1550
Florenz, Galleria degli Uffizi
© Florenz Foto Scala



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Anonym
Das siebenhäuptige Papsttier
Text von Hans Sachs
um 1530
© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett





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Filippo Negroli
Sturmhaube Kaiser Karls V.
um 1541
© Wien, Kunsthistorisches Museum

Kaiser Karl V. (1500-1558)
Macht und Ohnmacht Europas

25. Februar bis 21. Mai 2000



Achtung:
von Dienstag, dem 11. April, bis zum Ende der Ausstellung am Sonntag, den 21. Mai gelten verlängerte Öffnungszeiten!

Donnerstag bis Freitag 9 - 21 Uhr
Samstag und Sonntag 9 - 19 Uhr
Dienstag und Mittwoch weiterhin reguläre Öffnungszeiten 10 - 21 Uhr.



Bilder aus der Ausstellung

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Pädagogisches Programm und mehr Abbildungen

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Der Katalog

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Erstmalig in der Kunst- und Ausstellungshalle bieten wir Ihnen eine Audio-Führung zu über 100 Exponaten der Ausstellung an. Der Besucher kann zwischen einer deutschen, englischen, französischen und niederländischen Führung wählen. Dieser Services wird für einen Unkostenbeitrag von DM 5.- im Foyer angeboten. Ausschnitte aus dem Audioguide können sie auch online zu den nebenstehenden Bildern genießen.


Audio-CD
Im höfischen Zeremoniell Karls V. wirkten alle Künste zusammen. Musik spielte dabei eine große Rolle. Die bedeutendsten Musiker der Epoche widmeten dem Kaiser ihre Kompositionen. Auf der eigens für die Ausstellung eingespielten CD erklingen sie teilweise zum ersten Mal seit 450 Jahren. Sie ist für DM 30,- erhältlich.

Kaiser Karl V. (1500–1558) war eine der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten der europäischen Geschichte. Als König von Spanien, Neapel und Sizilien, Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation, Herrscher in Flandern, den Niederlanden und über große Gebiete in Mittel und Südamerika ging in seinem Reich tatsächlich die Sonne nicht unter. Zum ersten Mal wurde Europa in den Mittelpunkt eines Weltreiches gestellt. Karls Versuch, eine überregionale Ordnung für den ganzen Kontinent zu erreichen, scheiterte jedoch. Mit seinen Triumphen und Niederlagen, seinen Hoffnungen und Enttäuschungen stand er im Zentrum der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit.

Die Ausstellung Karl V., die anläßlich des 500. Geburtstages Kaiser Karls V. am 24. Februar 2000 in Bonn eröffnet wird, bietet den bisher umfassendsten Einblick in diese außergewöhnliche Epoche. Es war die Zeit der großen Entdeckungen und der Reformation, eines politischen, geistigen und kulturellen Umbruchs. Die Ausstellung in Bonn zeichnet auf neun Stationen ein umfassendes Bild von Kaiser Karl V. und seiner Aera: Die Dynastie der Habsburger, das Reich und die Herrschaftsgebiete Karls V., die Kämpfe um die Vorherrschaft in Europa, die Rolle des Geldes, die Glaubensspaltung, die Entdeckung und Aneignung der Welt, die Fortschritte in Wissenschaft und Technik, die bedeutende Rolle der Künste für die kaiserliche Repräsentation und schließlich seine Abdankung.

Herausragende Kunstwerke aus den bedeutendsten internationalen Sammlungen – u.a. von Tizian, Dürer, Seisenegger, van Orley, Leoni oder Cranach – stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Ein ganz besonderer Höhepunkt sind neun großformatige Bildteppiche, die Szenen der Eroberung von Tunis darstellen, einen der größten Triumphe Karls V. Diese prachtvollen Tapisserien aus dem Besitz der spanischen Krone mit einer Höhe von 5,30 und einer Gesamtlänge von 110 Metern zählen zu den Hauptwerken der Kunst des 16. Jahrhunderts. Neu neu restauriert sind sie erstmals außerhalb Spaniens nur in der Ausstellung in Bonn zu bewundern.

Die im Auftrag Karls V. entstandenen Gemälde, Skulpturen, Bildteppiche, Prunkharnische und Juwelen dienten der Verherrlichung seines Kaisertums und förderten den Siegeszug der Kunst der Renaissance in ganz Europa. Globen, Uhren, wissenschaftliche Instrumente, Modelle und seltene Dokumente – viele erstmals in einer Ausstellung zu sehen – belegen darüber hinaus die neuen und revolutionären Entwicklungen in Astronomie, Schiffahrtstechnik, Bergbau, Handel, Botanik oder Medizin. Sie prägen unser Weltbild bis heute: So ist die Ausstellung nicht nur ein faszinierender Rückblick in eine vergangene Epoche, sondern auch ein Spiegel unserer Zeit.

Eine mit zahlreichen Originaldokumenten ausgestattete „Hofkanzlei" macht den Besuchern die europaweite politische Korrrespondenz Karls V. zugänglich, die ein wichtiges Instrument seiner Herrschaft darstellt. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz.

Kaiser Karl V. (1500 – 1558) ist eine Kooperation zwischen der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Weitere Partner des europäischen Projektes sind die Sint-Pieters-Abdij in Gent und das Museo del Prado in Madrid. Jede Station nähert sich der Persönlichkeit und der Epoche Karls V. aus einer unterschiedlichen Perspektive. So bildete in Gent die burgundische Herkunft Karls V. und die kulturelle Blüte Flanderns und der Niederlande einen besonderen Schwerpunkt.. In Bonn hingegen steht die Situation im deutschen Kaisserreich, die Reformation und vor allem auch die wesentlichen geistesgeschichtlichen und naturwissenschaftlichen Errungenschaften der Epoche im Vordergrund. Nur etwa 40 der insgesamt über 500 Werke der Bonner Ausstellung waren zuvor in Gent zu sehen.

Die Ausstellung in Bonn steht unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen Hoheit, König Juan Carlos von Spanien, und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Johannes Rau.


Literaturliste Karl V.
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email: Lothar Altringer, Kurator
 

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