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Prado

 


Diego Velázquez
Der Hofnarr Sebastián
de Morra, um 1645
© Museo Nacional del Prado,
Madrid






Peter Paul Rubens
Merkur und Argus, 1636-1638
© Museo Nacional del Prado,
Madrid






Claude Lorrain
Einschiffung der hl. Paula
Romana in Ostia, 1639-1640
© Museo Nacional del Prado,
Madrid




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Diego Velázquez
Juan Martinez Montañés
Juni 1635 - Januar 1636
© Museo Nacional del Prado,
Madrid






Diego Velázquez
Prinz Baltasar Carlos als
Jäger, 1635-1636
© Museo Nacional del Prado,
Madrid






Diego Velázquez
Mars, um 1639-1641
© Museo Nacional del Prado,
Madrid
Museo Nacional del Prado
zu Gast in Bonn
Velázquez, Rubens und Lorrain
Malerei am Hof Philipps IV.

8. Oktober 1999 bis 23. Januar 2000



Der Katalog

Rahmenprogramm

Pädagogisches Programm und mehr Abbildungen

Bilder 1

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Der 'neue' Prado (Text, Bilder und Video)
(Text der Pressemappe zur Ausstellung im Word oder Acrobat Reader Format)

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Anläßlich des 400. Geburtstages von Diego Velázquez zeigt die Kunst- und Ausstellungshalle in der Ausstellung Velázquez, Rubens und Lorrain. Malerei am Hof Philipps IV. Museo Nacional del Prado zu Gast in Bonn über 65 Meisterwerke, die von herausragenden europäischen Künstlerpersönlichkeiten im Auftrag Philipps IV. geschaffen wurden.

Das Museo Nacional del Prado, Erbe der ehrwürdigen Sammlungen des spanischen Königshauses, besitzt heute einige der historisch bedeutendsten Bilderserien der Welt, die im Hinblick auf Umfang, Vielfalt und Qualität ihresgleichen suchen. Aus diesen erstklassigen Beständen wurde die Auswahl für die Ausstellung in Bonn getroffen.

"Diego de Silva Velázquez – dieser Name war vor hundert Jahren diesseits der Pyrenäen noch wenig gehört worden, am wenigsten in Deutschland. Der Kreis der Maler erster Ordnung schien längst geschlossen, und niemand ahnte, daß fern im Südwesten, in den Schlössern von Madrid und Buen Retiro, die Rechtstitel eines Künstlers verborgen lägen, der auf einen Sitz unter jenen oberen Göttern vollen Anspruch hatte." (Carl Justi, 1888).

Diego Velázquez zählt heute zu den Künstlern allerersten Ranges in der abendländischen Kunst. Die Ausstellung ehrt den "Maler der Maler", wie Eduard Manet Velázquez bewundernd nannte. Neben seinen eigenen Werken zeigen die Gemälde führender Barockmaler die Ergebnisse seiner Tätigkeit für den spanischen König Philipp IV., die den Ankauf von Gemälden und Skulpturen in Italien, die Auftragserteilung von zum Teil ganzen Gemäldeserien an führende europäische Maler und die Ausarbeitung von Bildprogrammen umfaßte. Diese Arbeiten waren dazu bestimmt, die königlichen Residenzen Philipps IV. in und um Madrid auf das effektvollste und prächtigste zu dekorieren. Ansichten dieser Paläste bilden den Auftakt der Ausstellung.

Die "Arbeiten des Herkules" von Francisco Zurbarán, die den repräsentativsten Saal des Buen-Retiro-Palastes schmückten, führen die Bedeutung des Helden aus der griechischen Mythologie für das spanische Habsburgerhaus vor Augen, das Herkules als seinen Ahnherrn ansah. Hochrangige Maler wie Domenichino, Guercino, Massimo Stanzione und Artemisia Gentileschi lieferten ebenfalls Gemälde für den Buen Retiro, die – als Serien angelegt – Geschichten aus dem antiken Rom, aus der Bibel oder dem Leben Johannes des Täufers erzählen. Peter Paul Rubens schuf für das Jagdschloß Torre de la Parada mit seiner Werkstatt und anderen Antwerpener Künstlern einen über 60 Gemälde umfassenden Komplex mythologischer Historienbilder. Auf eindringliche Weise schildert er den Ursprung der Welt und des Menschen, seine Gefühle und Leidenschaften.

Die Serien klassizistischer Landschaften, die den Buen Retiro schmückten, belegen das Interesse der Barockzeit an der Natur. Die in die Gemälde von Claude Lorrain, Nicolas Poussin, Gaspard Dughet und Herman van Swaneveld aufgenommenen Eremiten nehmen dazu Bezug auf die im Palastpark gelegenen Einsiedeleien. Die Gemälde der sogenannten "zweiten Serie" Claude Lorrains für Philipp IV. und den Buen Retiro gehören nicht nur zu den besten des Malers, sondern bilden auch einen Höhepunkt in der europäischen Landschaftsmalerei.

Der Hof Philipps IV., des wohl bedeutendsten Kunstsammlers des 17. Jahrhunderts, zog selbstverständlich auch spanische Künstler an. Die Werke von Francisco Zurbarán und Alonso Cano zeigen neben hohem künstlerischen Niveau den Einfluß, den die vorzügliche Gemäldesammlung Philipps IV. auf die beiden Sevillaner Maler ausübte. Eine zweite Gruppe spanischer Maler repräsentiert die Generation am Madrider Hof nach Velázquez. Ihr Stil wird häufig als "lo velazqueño" bezeichnet, doch wie sich an ihren Werken ablesen läßt, gehörten zu ihren großen Leitfiguren neben Velázquez auch Rubens und Tizian.

Das Museo del Prado stellt sich in der Ausstellung erstmals außerhalb Spaniens vor. Ebenso einmalig ist die Tatsache, daß der Prado sechs Gemälde von Diego Velázquez gleichzeitig für eine Ausstellung zur Verfügung stellt.


Ausstellungsbegleitende Angebote

Audiovision im Zentralkabinett
„Kunst und Wirklichkeit
Malerei im Spanien des 17. Jahrhunderts"

Diese Dia-Schau mit Musik wird von einem Cicerone „live" moderiert (Dauer ca. 20 Minuten). Präsentiert wird als Einführung zur Ausstellung der historische und künstlerische Horizont vor dem sich die Ausstellung entfaltet. Täglich zu jeder halben und vollen Stunde im Zentralkabinett im Obergeschoß.

Installation im Zentralkabinett
„Wen malte Velázquez ?"

Das vielleicht berühmteste Werk von Velázquez ist das Gemälde Las Meninas. Dies ist nicht nur in seiner grandiosen Malweise begründet, sondern auch in seiner Rätselhaftigkeit. Bis heute kann es nicht eindeutig interpretiert werden. Die Installationen läßt die Besucher in die Komposition des Gemäldes eintreten und verschiedene Sichtweisen erfahren.


email: Dr. Angelica Francke, Projektleiterin
 

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