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Zum Ausstellungsplan Das Grab des alten Herrschers

Das dritte Grab, das entdeckt wurde, unterschied sich deutlich von den zuvor untersuchten Grabkammern. Es war nicht nur einfacher und kleiner, ihm fehlten auch der Sarg und die verschiedenen Nebenbestattungen. Lediglich eine 16- bis 18-jährige Frau und ein Lama hatten den im Alter von 45 bis 55 Jahren Verstorbenen ins Grab begleitet. Dennoch waren die Beigaben außerordentlich reich und komplex. Die beeindruckenden Schmuckstücke, Embleme und Metallarbeiten entsprachen teilweise denen des Señor von Sipán. Deshalb konnte kein Zweifel bestehen, daß es sich um einen Mann vom selben Rang handelte. Die Unterschiede erklären sich im wesentlichen daraus, daß das Grab des Señor jünger war als das nun aufgefundene und daß die Komplexität der reichsten vorspanischen Elitegräber beständig wuchs. Der Tote wurde deshalb als der "alte Herrscher" bezeichnet. Wenn die Bestattung des alten Herrschers das erste Grab der Plattform war und das des Señor von Sipán das letzte der Dynastie, haben wir den Anfangs- und Endpunkt einer Entwicklung vor uns. Sie spiegelt nicht nur den Wandel innerhalb der Bestattungsriten der Moche wider, sondern auch wichtige Neuerungen in den religiösen Vorstellungen und in der soziopolitischen Struktur.



 

 
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