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Architektur

Aus luftgetrockneten Lehmziegeln (adobes) errichteten die Moche mächtige und massive Bauwerke in der Form von abgestumpften Pyramiden, deren Zugänge aus langen Rampen bestanden. Plattformen und weitläufige Einfassungen von Plätzen waren auch Bestandteile der wichtigen Heiligtümer, die das religiöse Leben der Moche bestimmten. Die großen Bauten bezeugen die genaue Kenntnis der physikalischen Gesetze und des Baumaterials: Die Ziegel wurden paneel- oder säulenartig aufgeschichtet und nebeneinandergesetzt. Regelmäßige Baufugen sorgten für die notwendige Flexibilität und Stabilität, die die Baumassen benötigen, um den starken Temperaturunterschieden und den häufigen Erschütterungen oder Erdbeben standzuhalten. Auf den Ziegeln befinden sich öfters verschiedenartige Markierungen, die wahrscheinlich als Kontrollzeichen der geleisteten Tributabgaben von Gruppen und Familienclans dienten.

Fast alle Heiligtümer besaßen einen sorgfältig aufgetragenen Lehmverputz, der auf rotem oder gelbem Grund im Relief oder farbig mit Darstellungen von Göttern, mythischen Szenen und Ritualen geschmückt war.

Das einfache Volk lebte in stadtähnlichen Ortschaften oder bäuerlichen Streusiedlungen, wobei letztere aus einfachen, kleinen und rustikalen Hütten aus Lehm und Rohr (kincha) bestanden.



 

 
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