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Das ausgeraubte Grab

Ende Februar 1987 schreckte ein wahres Goldfieber das kleine Dorf Sipán aus seiner Beschaulichkeit. Dutzende von Bauern durchwühlten auf der Suche nach Metallresten die Erde seitlich einer alten Lehmziegelplattform, die im Schatten zweier großer Pyramiden steht. Dort hatte eine Gruppe professioneller Grabräuber ein reiches Grab entdeckt und geplündert. Die Polizei fand im Haus der Anführer der Grabräuberbande allerdings nur noch 33 Stücke der Beute, die sichergestellt und unverzüglich Archäologen zur Begutachtung vorgelegt wurden. Die erlesenen Objekte konnten der Kultur der Moche zugeordnet werden und initiierten die sofortige Sicherung der Grabplattform sowie eine Rettungsgrabung. Diese brachte schließlich einige den Grabräubern entgangene Stücke zu Tage, unter denen ein ein Meter langes, vier Kilogramm schweres Zepter der spektakulärste Fund war. Er ließ keinen Zweifel mehr an der Hypothese, daß es sich bei dem ausgeraubten Grab um die Bestattung einer hochgestellten Persönlichkeit der Moche handelte, und nährte die Vermutung, daß die Grabplattform weitere bedeutende Gräber enthielt.



 

 
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