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Die Metallverarbeitung

Die Verwendung unterschiedlicher Metallfarben diente primär dem Ausdruck politischer Macht und religiöser Verehrung. Dabei trat der tatsächliche Wert der Edelmetalle zugunsten einer Polychromie in den Hintergrund.

Schon die spanischen Conquistadoren machten die Erfahrung, daß nicht alles Gold war, was glänzte. Denn die Moche-Handwerker verwandten unter anderem Kupferlegierungen (Tumbaga), die nur zwischen 10 und 50 Prozent Gold oder Silber enthielten. Die goldene bzw. silberne Oberfläche wurde durch die Methode der "Abreicherungsvergoldung" oder "mise-en-couleur-Vergoldung" erzielt.

Mochezeitliche Toreuten (= metallbearbeitende Künstler) erzeugten die Legierungen verschiedener Zusammensetzung selbst, gossen sie in Barren aus und verarbeiteten sie zu Halbzeugen wie Blechen, Flachbändern und Drähten weiter. Zahlreiche Funde sind aus Blech mit Treibziselierung hergestellt; der Begriff Treiben steht für die plastische Umformung eines Werkstückes, was sowohl mit einem Hammer als auch unter Verwendung von Punzen entstehen kann. Das anschließende Herausarbeiten von Details wird ausschließlich mit Punzen durchgeführt. Ebenso viele Gegenstände dürften aber auch durch Schmieden aus Barren erzeugt worden sein. Somit gehören beide Techniken gleichermaßen zum beständig ausgeführten Handwerk.



 

 
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