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Die Moche Zwischen dem 1. und 7. Jahrhundert n. Chr., mehr als ein Jahrtausend vor den Inka, entstand und entwickelte sich die Kultur der Moche. Wie andere frühe peruanische Kulturen ist sie nach einem Fluß, dem Río Moche, benannt. Die komplexe Gesellschaft lebte in dem 600 km langen, schmalen Küstenstreifen im nördlichen Peru zwischen dem Piura-Gebiet im Norden und dem Huarmey-Tal im Süden. Sie beruhte auf der Basis einer gemeinsamen Kultur aus einer Reihe von kleinen Königreichen oder lokalen Fürstentümern. Die Trockenheit ihres Landes bezwangen die Moche mit künstlicher Bewässerung: Die im Hochland der Anden entspringenden Flüsse wurden auf die Felder abgeleitet. Die fortschrittliche Wasserwirtschaft ermöglichte einen Überschuß bei der landwirtschaftlichen Produktion und eine solide Wirtschaftsbasis, die durch die Meeresprodukte bereichert wurde. Die wichtigsten Nahrungspflanzen der Moche waren Mais, Kartoffeln, Maniok, Bohnen, Kürbis, Süßkartoffeln und Erdnüsse sowie Obstbäume. Baumwolle pflanzte man für die Textilproduktion an, Schilf und Rohr für das Bauwesen und kleine Schiffe. Die Ärzte kannten die Heilkräfte von Pflanzen gegen zahlreiche Krankheiten. Zur Heilung von psychischen Störungen führten sie Rituale aus, die auch heute noch von Schamanen oder curanderos (spezielle Gruppe von Heilern in den Anden) angewendet werden. |