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Tod und Begräbnis

Für die lebensfrohen Moche bedeutete der Tod nicht das Ende. Nach ihren Vorstellungen lebten die Verstorbenen in einer anderen Sphäre der Welt unter den selben Bedingungen und mit den gleichen Rechten weiter, weshalb man sie mit Nahrungsmitteln und Beigaben bestattete.

In den einfachsten Gräbern waren die armen Bauern beigesetzt, deren Körper man in einen Umhang gewickelt in einer einfachen Grube niederlegte. Andere Verstorbene verfügten über einige Grabbeigaben und lagen, sorgfältig in verschiedene Grabtücher gewickelt, in rechteckigen Gräbern mit Einfassungen aus Lehmziegel- oder Steinmauern. Personen mit hohem sozialen Status wurden in sorgfältig gearbeiteten Rohrsärgen in Grabkammern bestattet, in deren Nischen die zahlreichen Beigaben standen. Somit verrät jedes Grab auch Funktion und soziale Stellung des Bestatteten in der Gesellschaft.

Die unerwartete Entdeckung des Königsgrabes von Sipán im Jahre 1987 änderte das Verständnis der Moche-Kultur grundlegend. Zum ersten Mal zeigte sich das Grab einer ihrer Herrscher in seiner ganzen charakteristischen, bisher ungeahnten Großartigkeit und gab damit eine Fülle von unschätzbaren Informationen preis, die die Rekonstruktion der Geschichte dieser außergewöhnlichen Kultur ermöglichen.



 

 
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