| Rahmenprogramm zur Ausstellung Troia - Traum und Wirklichkeit |
||
| Dienstag, 19. März 2002 19 Uhr |
Vortrag in der Ausstellung Dr. Michael Koch Troia aktuell - Impressionen und Perspektiven. Bericht vom Tübinger Symposion zur "Troia-Debatte" Der Althistoriker Dr. Koch war kritischer Beobachter des wissenschaftlichen Symposions "Die Bedeutung Troias in der späten Bronzezeit", das in Tübingen Mitte Februar anläßlich der heftigen Kontroversen über die in der Troia-Ausstellung präsentierten Interpretationen der neuesten Grabungsbefunde veranstaltet wurde. Mit kundiger Anteilnahme und analytischem Verstand wird Dr. Koch den Verlauf und die Positionen in diesem bisher letzten Gefecht des "Neuen Troianischen Krieges" der Wissenschaftler vorstellen sowie mögliche und notwendige Perspektiven aufzeigen. Einen für das Studiolo der Bonner Troia-Ausstellung geschriebenen Resümee-Artikel von Dr. Koch als "Anmerkungen zu den öffentlich in der Presse (seit dem Sommer 2001) geführten Auseinandersetzungen über den aktuellen Stand der Troia-Forschung" finden Sie unter dem Stichwort "Pressespiegel" auf der Troia-site der homepage "www.bundeskunsthalle.de" im Internet. Reservierung empfohlen (Tel. 0228 / 9171-291) Teilnahme kostenfrei mit der Eintrittskarte zur Ausstellung |
|
| Dienstag, 5. März 2002 19 Uhr |
Vortrag mit Musikbeispielen in der Ausstellung Ellen Hickmann instrumentiert Troia Troia klingt Musik und Tanz hat es mit Sicherheit im alten Troia gegeben, und zwar zu den Zeiten aller elf Besiedlungsschichten. In den frühen Perioden mögen Einflüsse aus Mesopotamien und dem frühen Ägypten wirksam gewesen sein - über die Musik dieser Kulturen ist viel geforscht worden, zahlreiche Ergebnisse dürfen als gesichert gelten. Zur Zeit Homers wird die Musik, die der Dicher so lebhaft beschreibt, in Troia erklungen sein. Musikarchäologische Zeugnisse aus griechischer und römischer Zeit wurden in Troia gefunden. Später spielte der antike Sagenschatz eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der Oper im Europa der frühen Neuzeit. Der Vortrag widmet sich zunächst den antiken Klängen, folgt dann dem roten Faden der Rezeptionsgeschichte und setzt sich auf diese Weise inhaltlich mit der Ausstellung auseinander. Ellen Hickmann ist Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und Vorsitzende der International Study Group on Music Archeology. Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung. Reservierung notwendig: Fon 02 28 / 91 71 291 |
|
| Donnerstag, 14. Februar 2002 19 Uhr |
Vortrag in der Ausstellung Ulrich Heinen politisiert den Troia-Flüchtling Aeneas Vergils „Aeneis“ und die Folgen für Europa Bis um 1800 bewahrte Vergils populäre Sage vom Troia-Flüchtling Aeneas die Erinnerung und das Interesse am Schicksal Troias und war neben der Bibel eines der meistgelesenen Werke der europäisch geprägten Welt. Vergils Strategie zu Begründung und Durchsetzung einer globalen Weltfriedensordnung lebt bis heute fort. Ulrich Heinen lehrt Gestaltungstechnik an der Bergischen Universität Wuppertal. Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung. Reservierung notwendig: Fon 02 28 / 91 7191 |
|
| Donnerstag, 7. Februar 2002 19 Uhr Terminänderung! verschoben auf: Dienstag, 5. März 2002, 19 Uhr |
Vortrag mit Musikbeispielen in der Ausstellung Ellen Hickmann instrumentiert Troia Troia klingt Musik und Tanz hat es mit Sicherheit im alten Troia gegeben, und zwar zu den Zeiten aller elf Besiedlungsschichten. In den frühen Perioden mögen Einflüsse aus Mesopotamien und dem frühen Ägypten wirksam gewesen sein - über die Musik dieser Kulturen ist viel geforscht worden, zahlreiche Ergebnisse dürfen als gesichert gelten. Zur Zeit Homers wird die Musik, die der Dicher so lebhaft beschreibt, in Troia erklungen sein. Musikarchäologische Zeugnisse aus griechischer und römischer Zeit wurden in Troia gefunden. Später spielte der antike Sagenschatz eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der Oper im Europa der frühen Neuzeit. Der Vortrag widmet sich zunächst den antiken Klängen, folgt dann dem roten Faden der Rezeptionsgeschichte und setzt sich auf diese Weise inhaltlich mit der Ausstellung auseinander. Ellen Hickmann ist Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und Vorsitzende der International Study Group on Music Archeology. Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung. Reservierung notwendig: Fon 02 28 / 91 71 291 |
|
| Samstag, 2. Februar 2002 ganztägig ab 10.30 Uhr |
DFG-Symposium |
|
| Sonntag, 3. Februar 2002 11 Uhr |
Lesung mit Musik für Kinder und Erwachsene Walter Jens liest seine Ilias Der bekannte Publizist Walter Jens liest aus seiner Nacherzählung der Ilias, mit der seit 1956 mehrere Generationen erstmals in die Welt des Homerischen Mythos eingeführt wurden. Das Buch erzählt in zeitgemäßer Sprache von den Göttern und Helden im Kampf um die sagenhafte Stadt Troia und vom listenreichen Odysseus, dem die Eroberung mit einem Trick gelingt. Die noch heute faszinierenden, zeittypischen Illustrationen von Alice und Martin Provensen haben das „Bild im Kopf“ von Troia entscheidend bestimmt und sollen daher auch auf der Bühne als szenische Kulisse der Lesung dienen. Walter Jens lehrte als Professor Klassische Philologie und Rhetorik in Tübingen und war nach seiner Emeritierung Präsident der Berliner Akademie der Wissenschaften. Als kritische Stimme und kluger Kopf bekannt, meldete er sich bei zahlreichen öffentlichen Debatten der letzten Jahrzehnte immer wieder mahnend zu Wort. Aufklärerisch forderte er in unzähligen Essays und Leitartikeln mehr Demokratie und Zivilcourage ein. Seine Ilias-Nacherzählung ist im Otto Maier Verlag Ravensburg erschienen. Claudio Puntin umrahmt und umspielt mit seiner Klarinette die einzelnen Abschnitte der Lesung. Auf den Gebieten der klassischen Musik und des Jazz gleichermaßen zu Hause, gilt der Schweizer Puntin mittlerweile als einer der herausragenden europäischen Solisten auf Klarinette und Baßklarinette und wirkt in zahlreichen gattungsübergreifenden Musikprojekten mit. Weitere Informationen unter www.puntin.de Im Forum - Saal; Eintritt: 4,- Euro / ermäßigt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: 2 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) |
|
| Donnerstag, 31. Januar 2002 19 Uhr |
Vortrag in der Ausstellung Joachim Latacz interpretiert Troia als Dichtung und Wahrheit Homer als Quelle? Reales und Fiktives in der Ilias. War Homers Troia / Ilios eine dichterische Erfindung oder bewahrte Erinnerung? Besitzt die Erzählung der Ilias einen historischen Kern? Darf man Homer wörtlich nehmen? Joachim Latacz untersucht den Text und gelangt zu überraschenden Ergebnissen. Joachim Latacz ist Professor für Griechische Philologie am Seminar für Klassische Philologie der Universität Basel und Mitherausgeber der „Studia Troica“. 2001 erschien sein Buch „Troia und Homer – Der Weg zur Lösung eines alten Rätsels“. Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung. Reservierung notwendig: Fon 02 28 / 91 71 291 |
|
| Donnerstag, 17. Januar 2002 19 Uhr |
Vortrag in der Ausstellung Dieter Hertel zweifelt an Troia Troia - Sage und Geschichte Im Zeichen der öffentlich geführten Diskussion um die jüngsten Grabungsergebnisse in Troia und deren Interpretation soll auch die Kritikerseite zu Wort kommen: nicht im erhitzten Tenor der Auseinandersetzung der letzten Monate, sondern nüchtern und sachlich. Dieter Hertel untersucht aus seiner Sicht die archäologischen Befunde und wägt die Argumente zwischen „Traum und Wirklichkeit“ ab. Dürfen wir heute auf die Existenz eines homerischen Troia schließen? Es besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Dieter Hertel ist Professor für Klassische Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er beschäftigt sich vornehmlich mit der römischen Porträtplastik und der Archäologie Nordwest-Kleinasiens. Hertel kennt die Fundstätte Troia von mehreren Grabungskampagnen und veröffentlichte zuletzt das Buch „Troia: Archäologie, Geschichte, Mythos“ (München 2001). Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung. Reservierung notwendig: Fon 02 28 / 91 71 291 |
|
| Samstag, 12. Januar 2002 19.30 Uhr |
Theaterabend Die Troerinnen leiden in Bosnien Troerinnen - Ein Theaterstück für zwei Personen frei nach Aischylos, Euripides und Matei Visniec Darstellerinnen: Ingrid Cannonier und Chris Nonnast Bühne: Jutta Burkhardt Bühnenmusik: Roderick Vanderstraeten Regie: Richard Beck Eine Produktion des Theaters Neuburg Vorhang auf: Der Forum - Saal der Kunst und Ausstellungshalle wird zur Troia-Theaterbühne. Unter der Regie von Richard Beck spielen zwei Darstellerinnen ein Stück frei nach Motiven aus den „Troerinnen“ des Euripides und der „Orestie“ des Aischylos. Diesen antiken Texten werden Szenen des rumänischen Autors Matei Visniec aus seinem Bühnenstück „Vom Körper der Frau als Schlachtfeld im Bosnienkrieg“ gegenübergestellt. Die mißhandelten Frauen nach dem Fall von Troia und die Frage nach Schuld und Sühne spiegeln sich im Schicksal einer während des Bosnienkrieges vergewaltigten Frau wieder, die zur therapeutischen Behandlung nach Deutschland kommt. In den drei Stücken beschäftigen sich die Autoren mit dem Thema der Gewalterfahrung und der Übertragung ungesühnter Schuld an die nächste Generation. Auf sehr unterschiedliche Weise stellen sie dar, wie sich die Gewaltspirale immer schneller dreht, wenn aus Rache und Vergeltung gepeinigte Opfer zu getriebenen Tätern werden. Auf bedrückend aktuelle Weise thematisiert das Stück „Troerinnen“ somit das scheinbar Unausweichliche des Immerwiederkehrenden. Ingrid Cannonier & Chris Nonnast entwickelten gemeinsam mit Richard Beck das Projekt zu den „Troerinnen“. Nach dem Studium am Mozarteum in Wien hatte Ingrid Cannonier Engagements in Bonn, Wiesbaden und Mülheim. Zur Zeit arbeitet sie am Theater in Ingolstadt. Chris Nonnast absolvierte ihr Studium an der Staatliche Hoch-schule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart; verschiedene Engagements führten sie an die Bühnen in München, Esslingen, Mainz, Konstanz und Freiburg. Richard Beck war mehrere Jahre als Dramaturg am Theater Rampe in Stuttgart und am Schauspiel der Städtischen Bühnen Frankfurt tätig. Er ist freier Regisseur und arbeitet u.a für die Staatstheater in Stuttgart und Saarbrücken. Eintritt: 6,- Euro / 4,- Euro, (zzgl. VVK-Gebühr) 7,- Euro / 5,- Euro(Abendkasse) |
|
| Donnerstag, 10. Januar 2002 19 Uhr |
Lesung mit Musik in der Ausstellung Die Frauen von Troia kämpfen mit ihrem Schicksal Teil I: Sophia Schliemann antwortet ihrem Mann Danae Coulmas (Autorin) Volker Risch (Schauspieler) Teil II: sempre mi - Die Frauen von Troia Ein Rezital für Stimme und Akkordeon. Isabel Binder (Rezitation) Claudia Hornbach (Akkordeon) Zu den berühmten Frauen von Troia gehört Sophia Schliemann, die griechische Ehefrau des Troia-Entdeckers Heinrich Schliemann. Mit einer Griechin an seiner Seite, die nicht nur schön und gebildet war, sondern vor allem auch seine große Begeisterung für Homer teilen mußte, wollte Schliemann in Troia graben. Ihr stolzes Bildnis mit Schmuck aus dem Schatz des Priamos ging damals um die ganze Welt, doch das Leben an der Seite dieses Mannes war für Sophia nicht leicht und schien anfangs von unüberwindbaren Konflikten bestimmt. Die Frauen von Troia - das ist unermeßliches Leid und tiefe Trauer, schicksalhafte Ergebenheit und wütende Auflehnung. Texte von Euripides und Walter Jens werden mit der Musik von Georg Katzer zu einem eindringlichen Rezital über Troias Fall und den Folgen für die Frauen verwoben. „sempre mi“ (immer der Ton „e“) ist dabei das tonale Leitmotiv des Stückes und wird als musikalischer Inbegriff der Unentrinnbarkeit Hekabe, der Gattin des Priamos, zugeordnet. Danae Coulmas ist die Autorin von „Schliemann und Sophia - Eine Liebesgeschichte“ (München 2001). Sie war im diplomatischen Dienst Griechenlands tätig und lebt als Schriftstellerin und literarische Übersetzerin in Köln. Volker Risch ist Schauspieler für Theater, Hörfunk und Fernsehproduktionen. Seine Stimme ist bekannt aus herausragenden TV-Dokumentationen. Isabel Binder arbeitet als Schauspielerin und Stimmpädagogin nach Engagements am Schauspielhaus Hamburg in Frankfurt am Main. Claudia Hornbach studierte Akkordeon und Klavier in Trossingen und konzentriert sich als Solistin auf zeitgenössische Akkordeonmusik. Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung. Reservierung notwendig: Fon 0228 / 91 71 291 |
|
| Freitag, 16. November 2001 16 Uhr |
Rundgang durch die Ausstellung |
|
| Mittwoch, 26. Dezember bis Sonntag
30. Dezember 2001 täglich von 11 bis 18 Uhr |
Zauberkunst in der Ausstellung Crato ist der Zauberer von Troia Der Zauberer Crato entführt das Publikum zwischen Weihnachten und Neujahr in geheimnisvolle Welten voller Magie und verspricht seinem Publikum „das Ende der Naturgesetze“. Crato hat speziell auf die Troia-Ausstellung abgestimmte Tricks und Illusionen entwickelt, die er mittels seines Zauber-Bauch-ladens, der „kleinsten Kleinkunstbühne“ der Welt, in der Ausstellung vorführt. Die Veranstaltung hat Workshopcharakter und ist unter aktiver Teilnahme des Publikums geplant. Crato alias Berthold Schwartz aus Lüneburg ist bekannt für seine ausgefallenen Zauberkünste, die er je nach Anlaß unter ein besonderes Motto stellt. Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung. |
produced and copyright by kunst- und ausstellungshalle der bundesrepublik deutschland