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Die Jury |
| Die Jury des Internationalen Preises
für Film- und Medienmusik Was wäre ein Festival ohne eine internationale, kompetente Jury? Damit gewährleistet ist, daß in der Gala am 12. Juni auch wirklich die besten Filmmusiken und Tongestaltungen für Spielfilme der letzten beiden Jahre prämiert werden, besteht die Jury aus fünf hochkarätigen fachkundigen Künstlern aus dem bereich Musik und visuelle Gestaltung. |
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| Laurie
Anderson Die Performance-Künstlerin aus den USA bewegt sich in ihren experimentellen Medienkunstarbeiten schon seit langem im Grenzbereich von Bild und Ton. Vor allem in dem Konzertfilm "Home of The Brave" (1986), bei welchem sie selbst Regie führte, bewies die Künstlerin ihre Begabung im Audiovisuellen. Dem Bonner Publikum dürfte Laurie Anderson noch von ihrem beeindruckenden Auftritt beim Museumsmeilenfest 1997 in bester Erinnerung sein. Die Künstlerin wird unmittelbar nach der Premiere ihrer neuen großen Multimedia-Oper "Moby Dick" in Bonn erwartet. |
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| Mani Kaul Der indische Regisseur dreht seit dreißig Jahren erfolgreich Filme. In seinen Werken thematisiert er klassische indische Filmmusik und setzt sie auch ganz bewußt als eigenständiges Element ein. Er ist gelernter Musiker (ca. 10 Jahre Studium der klassischen indischen Musik). Vor allem zwei Filme sind Zeugnis seines herausragenden Schaffens: 1983 drehte er "Dhrupad", eine Dokumentation über die jahrhundertealte Dynastie der Druphad-Musiker, und 1988 den Film "Siddeshwari", eine Semidokumentation über das Leben einer in Indien hochverehrten Sängerin. |
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| Michael
Nyman Der englische Filmmusiker, der in den 60iger Jahren als Musikkritiker begann, machte in den 80iger Jahren durch seine Zusammenarbeit mit Peter Greenaway nicht nur in Cineastenkreisen Furore. Filme wie "Der Kontrakt des Zeichners" (The Draughtsman's Contract, 1982); "Verschwörung der Frauen" (Drowning by Numbers, 1987); " Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" (The Cook, The Thief, His Wife and Her Lover, 1989) haben bis heute nichts von ihrem ästhetischen Reiz verloren. Michael Nyman hat noch zu zahlreichen anderen Programmkinohits, wie Monsieur Hire" (von P. Leconte, 1990), Das Piano" (von J. Campion, 1992), oder Gattaca" (von Niccol, 1997) die Musik komponiert. Dem breiten Publikum bis dato eher unbekannt sind seine Arbeiten mit Streichquartetten, für Opern, sowie eine Musikkomposition zu einem marktführenden interaktiven CD-ROM -Spiel. Seit 1976 existiert die Michael Nyman Band, die während der Biennale in Bonn auftreten wird. |
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| Sergej
Ovtscharov Der Filmschaffende aus St. Petersburg wurde 1996 für seinen Film Barabaniada" (Trommelwirbel) von der Berliner Akademie der Künste zum Regisseur des Jahres gewählt. Ein Film, der gerade dem Bonner Publikum nicht unbekannt sein kann, stellte doch Ovtscharov persönlich diesen Film 1997 im Innenhof der Bonner Universität vor. Unter völligem Verzicht von Sprache, aber ganz bewußtem Zusammenspiel von Bild und Ton erzählt er eine Tragikkomödie über einen Simplizissimus im postsowjetischen Rußland. Auch in dem Kurzfilm "Faraon", der mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde, behandelt Ovtscharov die Beziehung von Akustik und Optik. |
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| Fernando
Solanas Der Argentinier absolvierte ein Musik-Studium für Klavier- und Kompositionslehre, bevor er sich intensiv dem Medium Film zuwandte. Weltbekannt wurde er durch "La hora de los hornos" (1968), ein provokanter politischer Film-Essay über die imperialistische Ausbeutung in Lateinamerika. Stets ist die Musik ein integraler Bestandteil seiner Spielfilme. In "Tangos. El exilio de Gardel" (1985), tritt Solanas erstmalig als Komponist in Erscheinung, und die Musik wird in diesem Film zentraler Gegenstand der Handlung. In "Sur" (1987) ist die Musik poetisch-metaphysisch eingesetzt, und "El viaje" (1992), ist nicht nur ein Road-Movie, sondern schickt die Zuschauer und -hörer gleichzeitig auch auf eine musikalische Reise durch Lateinamerika. Hier wird der Musik eine wesentliche dramaturgische Funktion gegeben. |
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Weitere Informationen: filmmusik@kah-bonn.de |
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