Internationale Filmmusikbiennale

 


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Workshops


Donnerstag, 27. Juni

  Workshop I: Kooperation Regie und Komposition

14.15 Uhr
  Auditorium des KunstMuseums Bonn
BARAN - ein Werkstattbericht
Majid Majidi und Ahmad Pejman


Der iranische Regisseur Majidi gehört zu den herausragenden Vertretern des neuen iranischen Films. Nachdem Majidi zunächst als Schauspieler, u.a. für Mohsen Makhmalbaf, gearbeitet hatte, begann er Ende der achtziger Jahre Regie zu führen: u.a. Pedar (The Father, 1995), Bacheha-Ye aseman (Himmelskinder, 1997), Rang-e khoda (Die Farben des Paradieses, 1999) und Baran (Rain, 2001). Der Musiker Ahmad Pejman (oder: Pezhman) hat bereits in den siebziger Jahren erste Filmmusiken komponiert, in den letzten Jahren dann u.a. für Honarpisheh (The Actor, R: Mohsen Makhmalbaf, 1993), Zinat (R: Ebrahim Mokhtari, 1994), Rusari Abi (The Blue-Veiled, R: Rakhshan Bani Etemad, 1995) und Booye kafoor, atre yas (Fragrance of Jasmine, R: Bahman Farmanara, 2000). Für ihre gemeinsame Arbeit Baran (2001) haben Majidi und Pejman beim 19. Fajr International Film Festival den 1. Preis für die beste Regie und die beste Musik erhalten. Baran erzählt eine iranisch-afghanische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Tragödie in Afghanistan und der Situation der afghanischen Flüchtlinge im Iran.

Werkstattbericht: Majidi und Pejman werden die audiovisuelle Konzeption ihres neuen Films Baran anhand von Film- und Musik-Beispielen erläutern. Interessant ist dabei beispielsweise der Umgang mit musikalischen Traditionen und deren Verbindung mit den ebenso vielfältigen wie für das aktuelle iranische Kino typischen Formen der Tongestaltung. Das Gespräch wird geleitet von Dr. Dorothée Kreuzer, Filmkritikerin und Orientalistin.


17 Uhr
Auditorium des KunstMuseums Bonn
Werkstatt "Berlin" - Bericht über einen schöpferischen Dialog zwischen Filmemacher, Komponisten-Duo und Sounddesigner

Die neue "Berlin-Sinfonie", ein Remake des berühmten Ruttmann-Films von 1927, hatte am 10.April dieses Jahres in der Berliner Staatsoper eine viel beachtete Premiere. Inzwischen läuft der Film in den Kinos der großen Städte. Bemerkenswert an dem Gesamtkunstwerk, das die klassische Trennung von Film und Musik überwindet, sind nicht nur die formalen Qualitäten der Produktion oder ihre sinfonische Struktur, sondern die eigenwillige Sichtung und audiovisuelle Ausdeutung des urbanen Phänomens BERLIN im Schnittpunkt der Jahre 2001/2002.

Der Filmemacher (und Initiator) Thomas Schadt, die beiden Komponisten Iris ter Schiphorst und Helmut Oehring sowie der Sounddesigner Torsten Ottersberg demonstrieren und berichten über ein Work in Progress, das die Beteiligten fünfzehn Monate lang vor die gemeinsame Aufgabe stellte, der Lebensform der deutschen Hauptstadt - 75 Jahre nach Ruttmanns faszinierendem Stadtporträt - adäquaten Ausdruck zu geben und den schicksalhaften Wandel der Metropole zu veranschaulichen.

Teilnahmegebühr inklusive Filmabend: 25 / ermäßigt:12 €
Anmeldung erforderlich: 0228 / 9171-478


Abendprogramm
20:00 Uhr




  Forum der Kunst- und Ausstellungshalle:
Zwei Filme im Vergleich:

"Berlin. Die Sinfonie der Großstadt" (1927)
Regie: Walther Ruttmann,
Musik: Edmund Meisel
Live-Begleitung: Düsseldorfer
Ensemble: Marie-Theres Englisch, Klavier;
Rainer Klaas, Klavier; Christian Roderburg, Percussion; Karl Hausgenoss, Percussion; Leitung: Helmut Imig

"Berlin: Sinfonie einer Großstadt" (2001/2002)
Buch, Regie und Kamera: Thomas Schadt
Musik: Iris ter Schiphorst und Helmut Oehring
Sounddesign: Gogh surround music production / Torsten Ottersberg


Eintritt: 10,- / Ermäßigt 5,- € (Tageskasse)


In Kooperation mit der Stiftung FOCAL, Schweiz
mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW
und des KunstMuseums Bonn

FOCAL
NRW
Kunstmuseum Bonn




    Workshop II: Sounddesign


Samstag, 29. Juni
14.30 Uhr




Workshopinhalte,
(Acrobat Reader Document)

Auditorium des KunstMuseums Bonn
Workshop Ein Blick ins Labor des Klangzauberers - Mark Mangini (Los Angeles)

Wenn die Bezeichnung "Soundwizard" auf einen Sounddesigner in Hollywood zutrifft, dann auf Mark Mangini. Er ist ein exzellenter Handwerker, immer auf dem neuesten technischen Stand und zugleich ausgestattet mit einer großen Intuition, die ihn befähigt, dort unterschiedlichsten Anforderungen gerecht zu werden und für jeden Film ein eigenes, passendes Vokabular zu entwerfen. Sein Werk reicht von Sciene-Fiction-Filmen so verschiedenartiger Färbung wie Star Trek oder Luc Bessons The Fifth Element über Cartoons und Mystery Filme bis hin zu anspruchsvollen historischen Stoffen. Nach einer genauen analytischen Beschäftigung mit dem filmischen Material entwirft er ein umfangreiches Sound-Szenario. Er ist ein leidenschaftlicher Verfechter des abstrakten Hörens und entwickelt exakte Klangvorstellungen bevor er sich an die Workstation setzt, um seine Visionen mit Know-how und Phantasie zu materialisieren.

In englischer Sprache, moderiert durch Barbara Flückiger (Schweiz, Autorin von Sound Design - die virtuelle Klangwelt des Film).

Eintritt: 25 € / ermäßigt 12 €

Anmeldung erforderlich: 0228 / 9171-478

In Kooperation mit der Stiftung FOCAL, Schweiz
mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW
und des KunstMuseums Bonn

FOCAL
NRW
Kunstmuseum Bonn




 

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