Internationale Filmmusikbiennale

 


  Wettbewerbs-Programm
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Donnerstag

Internationaler Preis für Film- und Medienmusik

Wettbewerbsprogramm

Donnerstag 27. Juni 2002

12:00 Uhr MORLANG
14:00 Uhr DAS EXPERIMENT
16:30 Uhr SUZHOU RIVER
18:00 Uhr WOLKEN

12:00 Uhr



MORLANG
Niederlande 2001, 94 Min.
Regie: Tjebbo Penning
Musik: Soundpalette
Darsteller: Paul Freeman, Diana Kent, Sysan Lynch

Julius Morlang, ein erfolgreicher Künstler, kommt nicht nur in die Jahre, sondern auch in eine Zeit der Krise in seiner Arbeit, wie in seiner Ehe mit Ellen, die gleichzeitig seine Managerin ist. Nachdem Ellen eine kurze Affäre mit dem jungen, aufstrebenden Künstler Robert Jansen beginnt, beschließt Morlang, der jetzt mit der jungen Ann ein Verhältnis hat, dass er und seine Kunst das Wichtigste überhaupt sind. Dies hat tödliche Konsequenzen. Die Musik von Soundpalette, einer Gruppe holländischer Komponisten, verbindet geschickt thematische, emotionale Kompositionen, dramaturgische Szenenmusik und in die Musik eingeflochtenes Sounddesign.

(Traub)



14:00 Uhr



DAS EXPERIMENT
Deutschland 2000, 120 Min
Regie: Oliver Hirschbiegel
Musik: Alexander von Bubenheim;
Ton /Soundrecording: Wolfgang Wirtz
Darsteller: Moritz Bleibtreu, Christian Berkel, Justus von Dohnànyi, Edgar Selge, Andrea Sawatzki Maren Eggert u.a.

Großartige Filmstoffe fußen oft auf wahren Begebenheiten. So hat das Experiment, geleitet von einem Psychologieprofessor, 1971 an der Stanford University stattgefunden: die Versuchspersonen, nach Zufallsprinzip in Gefangene und Wärter eingeteilt, hatten zwei Wochen lang den streng geregelten Gefängnisalltag nach zuvollziehen (wegen der eskalierenden Gewalt scheiterte das Experiment nach sechs Tagen). Regisseur Hirschbiegel hat aus diesem Klassiker der Verhaltensforschung, der den Persönlichkeitsverlust der Gefangenen komplementär zur Enthemmung der Wärter registrierte, einen veritablen Thriller im perfekten Hollywood-Stil gestaltet. Auch die Tonspur erreicht den hohen handwerklichen Standard der amerikanischen Actionfilme. Musik und Sounddesign sind, kaum mehr unterscheidbar, zugunsten einer psychologisch wirksamen Hörerfahrung in die Handlung integriert und verhelfen dem Film zu einer beeindruckenden Sonorität.

(Prox)



16:30 Uhr



SUZHOU RIVER
China / Deutschland, 2000, 83 Min.
Regie, Buch: Lou Ye
Musik: Jörg Lemberg, Ton: Lu Jiajin
Darsteller: Zhou Xun, Jia Hongsheng, Nai An, Yao Anlian, Hua Zhongkai, Lou Ye

Shanghai, wo es am schmutzigsten ist, am Suzhou, der stinkenden Seele der Stadt, der Quelle von Leben und Tod und von Geschichten wie dieser von dem Gogogirl Meidei, das als Nixe im Aquarium eines Nachtclubs arbeitet und möglicherweise Moudan ist, wie der Motorradkurier Mardar meint, in den sie sich einst verliebte, bis sie sich in den Suzhou stürzte, um schließlich die Freundin des allwissenden, aber stets unsichtbaren Ich-Erzählers zu werden. Alles klar? Nicht nötig, denn Regisseur Lou Ye strebt keine Durchsicht an, sondern ein scheinbar chaotisches, tatsächlich raffiniert gestricktes Patchwork von Handlungsfetzen, Impressionen, Farben und vor allem auch Tönen: der von Jörg Lemberg subtil komponierten Musik, die so fragmentarisch wie die Bilder bleibt und den akustischen Ausdruck der Verwestlichung Shanghais darstellt.

(Schumann)



18:00 Uhr


WOLKEN
Belgien / Deutschland 2001, 76 Min.
Buch und Regie: Marion Hänsel
Musik: Michael Galasso

Die belgische Filmemacherin erstellte einen Essay-Film, in dem der Himmel, "die größte Leinwand der Welt", ein dramatisches Naturschauspiel inszeniert: Wolkenbildungen von erstaunlicher Vielfalt, majestätisch, heiter, sich türmend, tosend, leuchtend.. Den Bildern und Geräuschen der Himmelsphänomene verleiht die Regisseurin Struktur und Sinn durch den intermittierenden Vortrag von Briefen an ihren Sohn. "Seit ich schwanger war, sprach ich mit dem Kind, teilte ihm in Briefen, die ich nicht abschickte, meine Gefühle mit. Dieser Monolog, den ich über ihn, über uns, über Himmel und Erde führe, ist der Leitfaden durch den Film.." Für die Choreographie der Wolken schuf der amerikanische Komponist und Violinist Michael Galasso kongeniale musikalische Piècen.

(Prox)




Veranstaltungsort / Wettbewerbszentrum
Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Alle. 4

Termine: Montag, 23.6. bis Donnerstag, 27.6.
Eintrittspreise pro Vorstellung: 5,- / ermäßigt 2,50 Euro
Preis pro Workshop: 25,- Euro
Festivalkarte für alle Vorstellungen 25,- / ermäßigt 18,- Euro
Nur Tageskasse!


In Zusammenarbeit mit der Bonner Kinemathek
Bonner Cinemathek


Vorbestellungen für Einzel- sowie Festivalkarten sind erwünscht unter der Telefonnummer: 0228 / 91 71 136


 

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