16:30 Uhr

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SUZHOU RIVER
China / Deutschland, 2000, 83 Min.
Regie, Buch: Lou Ye
Musik: Jörg Lemberg, Ton: Lu Jiajin
Darsteller: Zhou Xun, Jia Hongsheng, Nai An, Yao Anlian, Hua Zhongkai,
Lou Ye
Shanghai, wo es am schmutzigsten ist, am Suzhou, der stinkenden
Seele der Stadt, der Quelle von Leben und Tod und von Geschichten
wie dieser von dem Gogogirl Meidei, das als Nixe im Aquarium eines
Nachtclubs arbeitet und möglicherweise Moudan ist, wie der Motorradkurier
Mardar meint, in den sie sich einst verliebte, bis sie sich in den
Suzhou stürzte, um schließlich die Freundin des allwissenden, aber
stets unsichtbaren Ich-Erzählers zu werden. Alles klar? Nicht nötig,
denn Regisseur Lou Ye strebt keine Durchsicht an, sondern ein scheinbar
chaotisches, tatsächlich raffiniert gestricktes Patchwork von Handlungsfetzen,
Impressionen, Farben und vor allem auch Tönen: der von Jörg Lemberg
subtil komponierten Musik, die so fragmentarisch wie die Bilder bleibt
und den akustischen Ausdruck der Verwestlichung Shanghais darstellt.
(Schumann)
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