Internationale Filmmusikbiennale

 


  Wettbewerbs-Programm
Montag
Dienstag
Donnerstag

Internationaler Preis für Film- und Medienmusik

Wettbewerbsprogramm

Mittwoch 26. Juni 2002

15:30 Uhr MAGONIA
18:00 Uhr ALASKA.DE
20:00 Uhr DILXIROS (Der Tanz der Männer)
21:30 Uhr SUM VITRU (Das Rauschen des Windes)

15:30 Uhr


MAGONIA
Niederlande 2001, 112 Min.
Regie: Ineke Smits
Musik: Gio Tsintsadze
Darsteller: Dirk Roofthooft, Willem Voogd, Linda van Dyk, Antje De Boeck u.a.

Ein Episodenfilm, dessen poetische Geschichten in Tiflis und der georgischen Wüste, in einem Fischerhafen der Normandie und auf der friesischen Insel Schiermonnikoog spielen, von der niederländischen Nachwuchsfilmerin Ineke Smits mit Fabulierlust und exotischem Flair erzählt. Alle Begebnisse eint ein träumerisches Sehnen der Protagonisten nach Liebe sowie die Erfahrung ihrer schwierigen Kommunizierbarkeit. Der georgische Komponist Gio Tsintsadze bereicherte die märchenhafte Aura des Films variantenreich mit melancholischem Melos und farbiger Instrumentation, kammermusikalisch und dramaturgisch sicher.

(Prox)




18:00 Uhr


ALASKA.DE
Deutschland 2000, 89 Min.
Regie: Esther Groenenbaum
Musik: mosermeyerdöring
Darsteller: Jana Palaske, Andi Hoppe, Frank Droese, Toni Blume

Die 16-jährige Jana zieht zu ihrem Vater in eine Berliner Hochhaussiedlung. Eines Tages wird ein Junge erstochen und Jana zufällig in das Verbrechen verwickelt. Jana befreundet sich mit Eddi, einem Mitschüler. Jana weiss aber nicht, daß Eddi ebenfalls in den Mord verwickelt ist. Die Gewalt eskaliert.
Dieser eindrucksvolle Debutfilm von Esther Gronenborn besticht nicht nur durch das ausdrucksstarke Spiel seiner jungen Darsteller, sondern auch durch die Filmmusik des Berliner Trios mosermeyerdöring. Die Mischung aus Ambient, Triphop und Filmmusik verdichtet die intensive Visualität der Bilder zu einem beeindruckenden Erlebnis.

(Lempert)



20:00 Uhr

DILXIROS (Der Tanz der Männer)
Usbekistan 2002, 71 Min.
Regie: Yusup Razykov
Musik: Dshamschid Izamov
Darsteller: Zakir Muchamedshanov, Tuti Yusupova, Sevintsch Muminova, Alischer Chamjajev.

Bei seiner Beschneidung unterstützt Sanam den kleinen Toshtemir, den sie laut einer Prophezeiung ihrer Großmutter einmal heiraten soll. Doch als er dann ins heiratsfähige Alter kommt, zögert Toshtemir, weil er glaubt, seine zukünftige Braut erst erobern zu müssen. Als er bei einem Ring-Wettkampf seinen starken Gegner besiegt, meint er sein Ziel erreicht zu haben. Jetzt stehen ihm nur noch traditionelle Regeln im Weg, die jeden vorehelichen Kontakt verbieten. Als Toshtemir schließlich unerwartet zum Militärdienst einberufen wird, entdeckt Sanam, daß sie bereits schwanger ist ... Die emotionale Authentizität der Bilder wird ganz wesentlich von Izamovs Komposition ethnomusikalischer Motive gestützt.

(Schlegel)



21:30 Uhr

SUM VITRU (Das Rauschen des Windes)
Ukraine 2002, 80 Min.
Regie und Buch: Sergej Masloboj_cikov
Musik: Efim Gofman
Darsteller: Dmitrij Lelenkov, Alla Sergijko, Nikon Romancenko, Denis Karasev, Natal'ja Dolja, Andrej Dement'ev, Vadim Skuratovskij, Viktor Andrienko
Ausführung: Nationales Symphonie-Orchester der Ukraine
unter Dirigent Vladimir Sirenko.
Schuberts Erlkönig wird gesungen von Andrej Perebijnos - am Klavier: Violetta Cerny_eva.

Eine zwischen Wirklichkeit, Wünschen und Ängsten zerrissene Beziehungsgeschichte in der heutigen Ukraine, deren traumhafte Struktur entscheidend von Efim Gofmans Komposition nach Motiven von Franz Schuberts Erlkönig bestimmt wird: Eine Frau kann sich ebenso wenig zwischen Ehemann und Liebhaber entscheiden wie ihr neunjähriger Sohn, den seine Bindung an den willensschwachen Vater und der in den Liebhaber seiner Mutter projizierten Sehnsucht nach einer starken Vaterfigur schließlich in die Flucht treibt. Die vergebliche Suche nach ihm wird für alle Beteiligten zu einer von Erinnerungs-Assoziationen geprägten Suche nach sich selbst. Maksim, der Liebhaber, kommt dabei ums Leben .Der verlorene Sohn entdeckt schließlich im Haus der Großeltern Kindheitsfotos seines Vaters, mit denen er sich identifizieren kann. Er kehrt zurück ins Haus seiner Eltern.

(Schlegel)





Veranstaltungsort / Wettbewerbszentrum
Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Alle. 4

Termine: Montag, 23.6. bis Donnerstag, 27.6.
Eintrittspreise pro Vorstellung: 5,- / ermäßigt 2,50 Euro
Preis pro Workshop: 25,- Euro
Festivalkarte für alle Vorstellungen 25,- / ermäßigt 18,- Euro
Nur Tageskasse!


In Zusammenarbeit mit der Bonner Kinemathek
Bonner Cinemathek


Vorbestellungen für Einzel- sowie Festivalkarten sind erwünscht unter der Telefonnummer: 0228 / 91 71 136


 

produced and copyright by kunst- und ausstellungshalle der bundesrepublik deutschland