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Der Sinn der Sinne 30. Januar bis 2. Februar 1997 Internationaler Kongreß im Forum zum Abschluß der Reihe "Die Zukunft der Sinne" Liste der Referenten Das Programm Die Sinne erschließen uns die Welt. Mit ihrer Hilfe erhören, durchschauen, begreifen wir unsere Umgebung, kommen auf den Geschmack oder können etwas nicht mehr riechen. Doch: Haben wir unsere fünf Sinne noch beisammen? Wie haben sich unser Verständnis und unser Gebrauch der Sinne gewandelt? Und wie werden sich unsere Wahrnehmungsvermögen entwickeln, wie bestimmen die technischen, kulturellen und sozialen Veränderungen die Zukunft der Sinne? Das Forum der Kunst- und Ausstellungshalle hat diese Fragen nach der Zukunft der Sinne 1993 zum Anlaß genommen, eine Kongreßreihe über "Die Zukunft der Sinne" zu organisieren. Sie wird nun vom 30. Januar bis zum 2. Februar 1997 mit einem viertägigen Kongreß abgeschlossen: "Der Sinn der Sinne". Dieser Kongreß kann und will kein Resümee ziehen, er möchte sich vielmehr noch einmal dem Zusammenhalt und Zusammenspiel der fünf Sinne zuwenden. Er fragt danach, wie das Ensemble unserer sinnlichen Vermögen vorgestellt und verstanden wurde. Er erinnert an die Konzepte der Synästhesie und geht den Verknüpfungsmodellen der Gehirnforschung und der Multimedia-Technologien nach. Er erkundet das wechselvolle Verhältnis zwischen unseren Wahrnehmungssinnen und unserer gegenständlichen Umwelt, beispielsweise in den städtischen Lebensverhältnissen. Und er fragt nach den Veränderungen, die sich im "global village" der neuen Kommunikationstechnologien abzeichnen. Der Kongreß wird dabei zugleich ausgewählte Positionen aus der aktuellen Auseindersetzung mit den Sinnen vorstellen. Über 40 Fachleute aus dem In- und Ausland werden in Vorträgen, Diskussionen und Aktionen sich mit den Deutungen und Bedeutungen der Sinne auseinandersetzen. Im Mai 1993 ist mit "Welt auf tönernen Füßen. Die Töne und das Hören" dieser Kongreßzyklus eröffnet worden. Im September 1993 folgte ein Kongreß zur visuellen Wahrnehmung, der begleitet wurde von einer Panoramen- Konferenz, die anläßlich der Ausstellung "Sehsucht - Das Panorama als Massenunterhaltung im 19. Jahrhundert" stattfand. Im Juni 1994 schloß sich ein Kongreß zum Geruchssinn an und im November 1994 dann "Geschmacksache". Mit "Tasten" im Oktober 1995 folgte schließlichdie fünfte Erkundung des Zustands und der Zuständigkeit unserer Sinne. Die Kongresse wurden von Aktionen oder Installationen begleitet, so beispielsweise "Das Riechen" von einem Duftgarten, eingerichtet von Klaus Barth, oder "Tasten" von dem Ausstellungsprojekt "Tastbar", das vom Fachbereich Design an der Fachhochschule Köln entwickelt worden ist. Und in ihrem Umfeld nahmen andere, künstlerische Beiträge die jeweilige Kongreßthematik auf, so stand der Auftritt von Wim Vandekeybus & Tanzkompanie Ultima Vez mit "Mountains made of Barking" genauso in direktem Zusammenhang zum "Tasten" wie die Installation "Between the Words" von Agnes Hegedüs im MedienKunstRaum dem Thema der immateriellen Berührung auf ihre Weise nachging. Diese Einbeziehung künstlerischer Positionen gehört ebenso zum Programm wie der Bericht aus der naturwissenschaftlichen Forschung, oder die kultur - und medientheoretische Debatte. Alle Kongresse dieses Zyklus verstehen sich als ein Forum der Verständigung, das unterschiedlichste Zugangsweisen, Fachdisziplinen und Interessen miteinander verknüpft, ins Gespräch bringt. In der Schriftenreihe Forum wird anschließend eine ausführliche Publikation über den Kongreß "Der Sinn der Sinne" erscheinen. Um weitere Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an E-MAIL: forum@kah-bonn.de |
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