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Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft Konzeption: Prof. Dr. Ruth Mayer, Dr. Brigitte Weingart, Dr. Bernd Busch Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung Ruth Mayer/ Brigitte Weingart (Hrsg.): Virus! Mutationen einer Metapher. Transcript Verlag Köln 2004, 318 Seiten, 26 Euro. |
VIRUS! Das Symposium 17.- 19. Januar 2002 AIDS, Ebola und abstürzende Computer; Fremdkörper, Parasiten und Sleeper; Bio- und Cyberterrorismus - die Bildlichkeit des Viralen ist heutzutage allgegenwärtig. Seit Anfang der achtziger Jahre, als die AIDS-Angst sich ins kollektive Imaginäre einschrieb, hat sich das Virus zu einer Leitmetapher der Gegenwartskultur entwickelt. Das unbemerkte Einnisten in den Wirtsorganismus, die Umcodierung fremder Betriebssysteme zu eigenen Zwecken und die Maskeraden der Mutation - die Figur des Virus liefert das Vorstellungsmuster für alle möglichen Grenzverhandlungen, in denen die Unterscheidung zwischen "Eigenem" und "Fremdem" auf dem Spiel steht. Die Topik des Viralen wird bemüht, um Bedrohungsszenarien und grenzsichernde Maßnahmen zu autorisieren und dient gleichzeitig als Modell für Widerstand und subversive Selbstinszenierungen. Kein Zufall, daß die aktuellen Diskussionen über terroristische Gewalt sich erneut in diesen Mustern verfangen. Ob als konkretes Objekt oder als Metapher - Viren zirkulieren derzeit in verschiedensten Diskursen. Deshalb kommen auf dem Symposium "Virus!" Immunologen, Medizinhistoriker, Informatiker, Wissenschaftshistoriker, Künstler und Kulturwissenschaftler zu Wort. Dabei geht es darum, wie sich die Bilder von Ansteckung, Kontakt und Unterwanderung nicht nur bei der Herstellung der "harten Fakten" in Naturwissenschaften und Technik auswirken, sondern auch die Gestaltung der globalen Weltordnung beeinflussen. Informationen können angefordert werden unter: forum@kah-bonn.de |
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