Forum

 

 

Plakatentwurf von Lawrence Weiner
© Lawrence Weiner

LAWRENCE WEINER / PETER GORDON

"The Society Architect Ponders the Golden Gate Bridge - oder: Wie sie kriegen, was sie nicht verdienen"
- Uraufführung -


Eine Oper von
Lawrence Weiner - Libretto und Gestaltung
Peter Gordon - Musik

mit
Jeffrey Reynolds - Tenor
Joan La Barbara - Sopran
Kevin Zoernig - Keyboard
Peter Gordon - Saxophone, Klarinetten, Elektronik
Christian von Borries - Flöten

Chor des Orchester GENERATION BERLIN
Leitung: Christian von Borries

 

8. - 10. September 2000 o 20 Uhr o Historische Halle Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof
Museum für Gegenwart - Berlin
Invalidenstraße 50-51 o 10557 Berlin Tiergarten
Information & Reservierung: 030-615 2702
Reservierung: Tel. 030-615 2702

8. & 11. - 13. November 2000 o 20 Uhr im Forum Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Museumsmeile Bonn o Friedrich-Ebert-Allee 4 Information: Tel. 0228-9171-200 o www.bundeskunsthalle.de
email: forum@kah-bonn.de

   

 

Sie ist ein Mythos: die Golden Gate Bridge, entstanden nach Plänen des deutschen Ingenieurs Joseph Strauss, am 28. Mai 1937 nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht, 2,7 Kilometer lang und 27,5 Meter breit. Täglich passieren 100.000 Autos auf sechs Fahrspuren dieses Nadelöhr in San Francisco. Für unzählige Filme, Geschichten und Legenden war sie Inspiration und Kulisse. So auch für Weiners und Gordons Opernprojekt »The Society Architect Ponders the Golden Gate Bridge - oder: Wie sie kriegen, was sie nicht verdienen« (2000). Das Stück basiert auf einem tatsächlichen Gerichtsprotokoll: Laut diesem wurde ein Künstler auf der Golden Gate Bridge von einem Architekten aus der High Society verletzt, als dieser im betrunkenen Zustand Auto fuhr. Doch anstatt Recht zu bekommen, wird der Künstler selbst Untersuchungsgegenstand eines reaktionären Richters. Aus dem scheinbar harmlosen Verkehrsdelikt entsteht eine politische Diskussion, in der plötzlich der Wert eines Künstlers in der Gesellschaft und die Rolle sozialer Privilegien im Rechtsstaat zum Gegenstand einer Auseinandersetzung werden.

Lawrence Weiner, 1942 in New York geboren, hat seine Arbeiten in den späten 60er Jahren im Kontext der sogenannten 'Conceptual Art' entwickelt. Im Zentrum seiner künstlerischen Produktion stehen seitdem Werke, die durch den Gebrauch von Sprache definiert sind. Sein künstlerisches Material ist die Sprache - und die Materialien, auf die sie sich bezieht; seinen Werken stehen somit alle Kommunikationskanäle zur Verfügung, die sprachlich funktionieren. Neben Filmen und Videoarbeiten, Plakaten und Büchern, Ideogrammen und Piktogrammen macht sich Weiner seit Anfang der 70er Jahre auch die medialen Eigenarten von Tonträgern zunutze, um bestimmte Arbeiten in musikalisch-auditive Strukturen zu überführen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern sind seitdem eine Reihe von Schallplatten und Tonbändern entstanden, die zu Trägern seiner Spracharbeiten wurden. Seit 1978 arbeitet er regelmäßig zusammen mit Peter Gordon (*1951 in New York), einem der Pioniere der New Yorker Szene zwischen Minimal, Jazz und Experiment. Sein Stil zwischen rhytmisch-kantiger Geradlinigkeit und hintergründigem Sinn für Lyrisches hat sich in Instrumentalmusik, Opern, Filmmusik und anderen Formen realisiert.

Eine Kooperation zwischen:
Freunde Guter Musik Berlin e.V. Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart Berlin
Hebbel-Theater Berlin
Oper Bonn Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
   

MUSIKWERKE BILDENDER KÜNSTLER
Eine Veranstaltungsreihe mit Aufführungen von Musikwerken und Kompositionen Bildender Künstler

In der Veranstaltungsreihe »Musikwerke Bildender Künstler« werden musikalische Werke von Künstlern zur Aufführung gebracht, die als Bildende Künstler international bekannt sind, deren Musikwerke und Kompositionen aber nur selten zu hören sind. Für die beteiligten Künstler ist die Verbindung zwischen Bildender Kunst und Musik, zwischen visueller und akustischer Erfahrung ein integraler Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit. Grenzüberschreitungen und strukturelle Übertragungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Hervorbringung von Dissonanzen und Kontrapunkten. Der Veranstaltungszyklus, der im Jahr 1999 mit Aufführungen musikalischer Werke von Hanne Darboven in Berlin und Bonn begann, wurde mit der Aufführung eines Werks von Yves Klein in Berlin fortgesetzt. Ende 1999 folgte dann die Reralisierung eines Werkes von Hermann Nitsch, wiederum in Berlin und Bonn. Im Jahr 2000 folgten im Juni Berlin Projekte von Rodney Graham und Stephen Prina. Die Reihe setzt sich dann abermals in Berlin und Bonn mit der Uraufführung eines Opernprojekts von Lawrence Weiner und Peter Gordon fort.



  

 

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