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Plakatentwurf von Lawrence Weiner |
LAWRENCE WEINER / PETER GORDON "The Society Architect Ponders
the Golden Gate Bridge - oder: Wie sie kriegen, was sie nicht verdienen" mit Chor des Orchester GENERATION BERLIN
8. - 10. September 2000 o 20 Uhr o Historische Halle
Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof 8. & 11. - 13. November 2000 o 20 Uhr im Forum Kunst-
und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Museumsmeile Bonn
o Friedrich-Ebert-Allee 4 Information: Tel. 0228-9171-200 o www.bundeskunsthalle.de
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Sie ist ein Mythos: die Golden
Gate Bridge, entstanden nach Plänen des deutschen Ingenieurs Joseph Strauss,
am 28. Mai 1937 nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht, 2,7 Kilometer lang
und 27,5 Meter breit. Täglich passieren 100.000 Autos auf sechs Fahrspuren
dieses Nadelöhr in San Francisco. Für unzählige Filme, Geschichten und Legenden
war sie Inspiration und Kulisse. So auch für Weiners und Gordons Opernprojekt
»The Society Architect Ponders the Golden Gate Bridge - oder: Wie sie kriegen,
was sie nicht verdienen« (2000). Das Stück basiert auf einem tatsächlichen
Gerichtsprotokoll: Laut diesem wurde ein Künstler auf der Golden Gate Bridge
von einem Architekten aus der High Society verletzt, als dieser im betrunkenen
Zustand Auto fuhr. Doch anstatt Recht zu bekommen, wird der Künstler selbst
Untersuchungsgegenstand eines reaktionären Richters. Aus dem scheinbar harmlosen
Verkehrsdelikt entsteht eine politische Diskussion, in der plötzlich der
Wert eines Künstlers in der Gesellschaft und die Rolle sozialer Privilegien
im Rechtsstaat zum Gegenstand einer Auseinandersetzung werden. Lawrence Weiner, 1942 in New York geboren, hat seine Arbeiten in den späten 60er Jahren im Kontext der sogenannten 'Conceptual Art' entwickelt. Im Zentrum seiner künstlerischen Produktion stehen seitdem Werke, die durch den Gebrauch von Sprache definiert sind. Sein künstlerisches Material ist die Sprache - und die Materialien, auf die sie sich bezieht; seinen Werken stehen somit alle Kommunikationskanäle zur Verfügung, die sprachlich funktionieren. Neben Filmen und Videoarbeiten, Plakaten und Büchern, Ideogrammen und Piktogrammen macht sich Weiner seit Anfang der 70er Jahre auch die medialen Eigenarten von Tonträgern zunutze, um bestimmte Arbeiten in musikalisch-auditive Strukturen zu überführen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern sind seitdem eine Reihe von Schallplatten und Tonbändern entstanden, die zu Trägern seiner Spracharbeiten wurden. Seit 1978 arbeitet er regelmäßig zusammen mit Peter Gordon (*1951 in New York), einem der Pioniere der New Yorker Szene zwischen Minimal, Jazz und Experiment. Sein Stil zwischen rhytmisch-kantiger Geradlinigkeit und hintergründigem Sinn für Lyrisches hat sich in Instrumentalmusik, Opern, Filmmusik und anderen Formen realisiert. Eine Kooperation zwischen: Freunde Guter Musik Berlin e.V. Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart Berlin Hebbel-Theater Berlin Oper Bonn Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn |
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MUSIKWERKE BILDENDER KÜNSTLER |
In der Veranstaltungsreihe »Musikwerke Bildender Künstler« werden
musikalische Werke von Künstlern zur Aufführung gebracht, die als Bildende
Künstler international bekannt sind, deren Musikwerke und Kompositionen
aber nur selten zu hören sind. Für die beteiligten Künstler ist die Verbindung
zwischen Bildender Kunst und Musik, zwischen visueller und akustischer
Erfahrung ein integraler Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit. Grenzüberschreitungen
und strukturelle Übertragungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die
Hervorbringung von Dissonanzen und Kontrapunkten. Der Veranstaltungszyklus,
der im Jahr 1999 mit Aufführungen musikalischer Werke von Hanne Darboven
in Berlin und Bonn begann, wurde mit der Aufführung eines Werks von Yves
Klein in Berlin fortgesetzt. Ende 1999 folgte dann die Reralisierung eines
Werkes von Hermann Nitsch, wiederum in Berlin und Bonn. Im Jahr 2000 folgten
im Juni Berlin Projekte von Rodney Graham und Stephen Prina. Die Reihe
setzt sich dann abermals in Berlin und Bonn mit der Uraufführung eines
Opernprojekts von Lawrence Weiner und Peter Gordon fort. |
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