Pädagogischer DienstStudiolo

Studiolo in der Ausstellung

Studiolo in der Ausstellung

Studiolo
in der Ausstelung
"Unter dem Vulkan"
17.2.1995 - 5.6.1995

Studiolo



Seit 1993 wird die von der Leitung des Pädagogischen Dienstes an der Kunst- und Ausstellungshalle erarbeitete "Studiolo"-Konzeption realisiert und weiterentwickelt. Namensgebend war die italienische Bezeichnung für ein Studien- und Arbeitszimmer, das von einem Raumtyp des Stadtpalastes mit aufwendiger Ausstattung durch gelehrte Humanisten im 16. Jahrhundert zu einem mit Kunstwerken, Studienobjekten und Büchern ausgestatteten Ort der aktiven Aneignung und kontemplativen Reflexion wurde. In diesem Sinne wurde das erste Studiolo als integrierter Raum der Ausstellung "Wunderkammer des Abendlandes. Museum und Sammlung im Spiegel der Zeit" eingerichtet.

Programmatisch für das Studiolo ist seine unmittelbare Zugänglichkeit für den Besucher während des Ausstellungsrundgangs, seine den Ausstellungsobjekten gleichwertige Gestaltung mit originalen Kunstwerken, didaktischen Objekten und vielfältigen Informationsquellen. So können zur Ausstattung auch eine Sitzsituation mit Freihand-Bibliothek, CD-ROM-, Internet- oder "Musik zum Sehen"-Stationen sowie ein "Cicerone" als persönlicher Ansprechpartner für die kompetente Beantwortung von Fragen der Besucher gehören. Das innovative Studiolo-Konzept als jeweils dem Typus und Charakter der Ausstellung integrierter Informationsraum für Besucher wirkte methodisch beispielhaft und besitzt für das Publikum eine hohe Attraktivität und positive Resonanz. Methodisch phantasievolle und fachwissenschaftlich fundierte Variationen des Goethe'schen Aphorismus von der "Ergötzung und Belehrung" jeder Anschauung lassen das Studiolo immer wieder zu einem lebendigen Ort der Begegnung mit Kunst und Kultur werden.

Im Studiolo finden auch Vorführungen statt, wie etwa die Demonstration von traditioneller Thangka-Malerei durch Mönche in der Ausstellung "Weisheit und Liebe. 1000 Jahre tibetische Kunst". Teilweise wird das Studiolo auch als "Labor" mit praktischen Durchführungen gestaltet, wie in der "Genwelten"- oder der "Arktis-Antarktis"-Ausstellung. Das im Studiolo-Bereich der Ausstellung "Alexander von Humboldt. Netzwerke des Wissens" nutzbare "Computerquiz"-Lernspiel erprobte erfolgreich die Verwendung der Neuen medien in der Vermittlung von Austellungsinhalten. Das Studiolo dient auch "Audiovision-Vorführungen" zur Einführung in Ausstellungen und kann Präsentationsort für Aufführungen von "lebenden Bildern" oder Installationen von "begeh- und begreifbaren" Kunstwerken sein.


Studiolo: "Jürgen Klauke"



email: paedagogik@kah-bonn.de

 

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